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Zwei für die Bildung

In der Sache einig Zwei für die Bildung

Von einem „ungleichen Paar“ würde man im Falle von Martin Bereszynski und Sigrid Jacobi sprechen, hätten die beiden eine Beziehung. Die CDU-Kandidaten für die Kommunalwahl verbindet aber ein rein professionelles Interesse: die Schulpolitik.

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Die CDU schickt für die Wahl zum Kreistag des neuen Großkreises Göttingen zwei unterschiedliche Kandidaten ins Rennen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Bereszynski und Jacobi gehören zu den Kandidaten, die die CDU für die Wahl zum Kreistag des neuen Großkreises Göttingen ins Rennen schickt. Sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Jacobi bringt rund 15 Jahre Erfahrung als schulpolitische Sprecherin mit, Bereszynski ist ein relativer Neuling im politischen Geschehen. Außer dem Geschlecht trennen die beiden zudem 30 Jahre Altersunterschied. Dennoch verfolgen sie dieselben Ziele, „als Team, nicht als Konkurrenten“, wie Jacobi betont.

Sigrid Jacobi.

Quelle: Archiv

„Bildung hat Vorfahrt im Landkreis“, fasst Bereszynski den Grundgedanken der Überlegungen zusammen, die die beiden gemeinsam zur Schulpolitik im Kreis entwickelt haben. Entsprechend sollten alle Schulstandorte erhalten bleiben, es sei denn der Elternwille signalisiere etwas anderes. „Das wäre der Fall, wenn Eltern eine Schule abwählen würden“, erklärt Bereszynski, selbst Lehrer, seine Position. Um den Veränderungen durch die Fusion nachzukommen, solle 2017 ein Zukunftskonzept für das Schulangebot nach Vorbild der Berufsbildenden Schulen erstellt werden. Diese seien gleichwertig mit allgemeinbildenden Schulen zu behandeln, sind sich die Kandidaten einig.

Martin Bereszynski.

Quelle: R

Alle Schulen sollten Ganztagsschulen sein, fordern die beiden, die sich für ein „vielfältiges Schulangebot“ einsetzen und der Einheitsschule eine Absage erteilen wollen. Dazu gehöre, dass Eltern entscheiden könnten ob sie für ein behindertes Kind eine Regel- oder eine Förderschule auswählten. An die Landesregierung gerichtet fordern sie, an allen Schulen, auch den Gymnasien ausreichend Schulsozialarbeiter vorzuhalten. „Auch Schüler der Sekundarstufe II sollen die Busfahrkarte bezahlt bekommen“, meint Bereszynski. Da dies nicht auf die Schnelle umsetzbar sein, müsse es ein langfristiges Konzept geben.

Bis hin zu Rückzugsräumen und Mittagsverpflegung reichen die Ideen, die Jacobi und Bereszynski zusammengetragen haben. „Erfahrung und Ideen aus der Praxis haben sich bestens ergänzt“, berichtet Jacobi aus den Gesprächen. Entsprechend träten die beiden bei der Kommunalwahl nicht wirklich gegeneinander an. „Wir kandidieren für eine Sache“, sagt Bereszynski.

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©Richter