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Zweite Amtszeit für Monarchen in Westerode: Historische Wende im Karneval

Premiere Zweite Amtszeit für Monarchen in Westerode: Historische Wende im Karneval

Ausgelassene Stimmung hat Tradition beim Büttenabend des Westeröder Carneval Clubs. Doch in diesem Jahr gab es zunächst lange Gesichter in der ausverkauften Mehrzweckhalle. Karneval ohne Prinzenpaar? Präsident Stefan Beckmann berichtete nach dem Einmarsch des Elferrates von der kurzfristigen Absage der Monarchen – aus persönlichen Gründen – und von der Schwierigkeit, überhaupt noch bereitwillige Paare zu finden. Monarchien hafte nämlich der Ruf an, teuer zu sein.

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Das neue alte Prinzenpaar Corina I. und Oliver I. Koser feiert mit seinem närrischen Gefolge.

Quelle: Schneemann

Westerode. Dass dies keineswegs so ist, bestätigten Oliver und Corina Koser. Das Prinzenpaar von 2014 sprang sofort ein und regiert nun in der zweiten Amtszeit das Westeröder Narrengefolge. „Und das beste ist daran, dass man Männer küssen kann”, reimte Prinzessin Corina gutgelaunt einen der Gründe, das Amt ein zweites Mal anzunehmen. „So etwas hat es im Westeröder Karneval noch nicht gegeben“, bekannte Beckmann zu diesem historischen Ereignis. Der tosende Applaus im Saal bestätigte die Freude der Karnevalisten.

Das Programm begeisterte ebenfalls. Viel Fantasie bewiesen Elisa Schatz und Julia Schulze, die mit der Großen Garde neben akrobatischen Tänzen auch in der „Zwergenband” und im „Dschungelbuch”  heitere Showeinlagen boten. Andrea Schatz hat mit der Kleinen Garde, und am Sonntagnachmittag auch mit der Mini-Garde, gezeigt, welche Stimmung schon die jüngsten Tänzerinnen verbreiten können. Kräftig mitgeklatscht wurde auch bei den Showeinlagen der Mittleren Garde, geleitet von Viviane Heddergott, und bei der Uhlengarde des Eulendorfes.

 

Synchron: Kleine Garde

Quelle: Schneemann

 
Das Westeröder Dorfleben wurde  ordentlich aufs Korn genommen von den quasi nur mit einem Tuch bekleideten „Lappen mit den Lappen”, alias Fernando Bertram und Simon Wagner, von Kalli und Heinzchen (Stefan Beckmann und Karl-Heinz Steinmetz) und von den Hofsängern. Letztere gehören zum Urgestein im Westeröder Karneval. Seit gut 40 Jahren steht der Live-Gesang des Männer-Sextetts auf dem Programm. Silvia Pabst stellte mit „Frauenpower” ebenso wie Cindy aus Marzahn, alias Diana Schwedhelm, einiges im Geschlechterkampf klar, und der „ältere Herr” Julius-Ruben Napp im Generationskonflikt. Durch den Abend führte in gewohnter Heiterkeit der Sitzungspräsident Karl-Heinz Steinmetz.

Beckmann lobte das große Engagement aller Mitwirkenden. Dazu gehörten nicht nur die Tänzer und Narren auf der Bühne, sondern auch die Helfer im Hintergrund. Die Elferratsfrauen kümmerten sich um die Bewirtung, der Saal war aufwendig geschmückt worden, die Technik von Karl-Friedrich Steinmetz und Marius Esseln musste abgestimmt werden, und die Volksbank Mitte hatte neue Gardekostüme gesponsert.

Dass die Mühe sich lohnte, zeigte das begeisterte Johlen und Klatschen des Publikums im großen Finale aller Mitwirkenden.Nun werden die Narren die verbleibende Zeit Kraft schöpfen, um beim großen Festumzug am Sonntag vor Rosenmontag mitzumarschieren.

Von Claudia Nachtwey

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