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Zwischenlager für Holzhackschnitzel geplant

Harzer Dienstleistungs GmbH Zwischenlager für Holzhackschnitzel geplant

Die Harzer Dienstleistungs GmbH  will das Kohlenlager der ehemaligen Rhumspringer Papierfabrik als Zwischenlager für Holzhackschnitzel aus unbehandeltem Waldrestholz nutzen. Ein Gesamtkonzept für die Nachnutzung des Fabrikgeländes ist nach wie vor nicht in Sicht.

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Werden Gewerbebetrieben zur Teilnutzung angeboten: Freiflächen und Räume der ehemaligen Harzer Papierfabrik.

Quelle: OT

Für den Bauantrag des Harzer Forst-, Garten- und Kommunaldienstleisters ist der Kreis Göttingen als Bauordnungsbehörde zuständig. Die Gemeinde Rhumspringe sieht die Voraussetzungen für das Vorhaben gegeben, das der Rat jetzt einstimmig gebilligt hat. In der Einvernehmenserklärung wird jedoch auf mögliche Probleme mit Anlieferverkehr und Entwässerung hingeweisen.

Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) rechnet damit, dass werktags mehrmals täglich Lastwagen den gepflasterten Lagerplatz in rund zehn Metern Entfernung zur Rhume anfahren werden. Bedenken hätte Jacobi, falls das über den von der Gemeinde gepachteten Touristen-Parkplatz an der Rhumequelle geschehen sollte. Bedenken hegt er auch, falls die Entwässerung der Lagerfläche in die Rhume erfolgen sollte. Es sei aber gut vorstellbar, dass das Oberflächenwasser in die hauseigene Käranlage geleitet werde. Die Prüfung dieser Fragen obliege den Fachämtern.

Die Geschäftsführende Gesellschafterin der Harzer Firma, Monika Becker von Buch, verweist auf Gutachten-Forderungen des Kreises und will an dem Vorhaben nur festhalten, wenn das Genehmigungsverfahren verhältnismäßig bleibe. „Mit dem Besucherparkplatz haben wir nichts zu tun“, sagt sie. Der Lieferverkehr solle durch das Werkstor erfolgen.

Die ehemalige Papierfabrik ist von der Riverview Property GmbH mit Sitz in Berlin erworben worden, Grundstücksverwalter ist die Göttinger Firma Insodata. Die bestätigt weitere Teilnutzungen des Geländes: Die Firma Pema hat auf einer Freifläche Lastwagen abgestellt. Die Firma Kappa als Tibus-Untermieter hat noch Papierrollen gelagert, will jetzt aber rausgehen. Und einige kleinere Gewerbebetriebe nutzen Räume als Lager oder für Reparaturen. 

Gewerbesteuer ist zu klären

Da bislang noch keine Gewerbesteuern gezahlt wurden, hat die Gemeinde den Grundstücksverwalter wegen der Verpachtung und Nutzung von Flächen angeschrieben und will über das Ordnungsamt klären lassen, welche Firma ein Gewerbe anzumelden hat.

„Die Zukunft der Papierfabrik ist weiter ungewiss“, sagt Jacobi. Gestern habe sich eine norddeutsche Firma gemeldet und Kaufinteresse signalisiert – falls die Papiermaschine noch installiert sei. Die ist aber schon vor Jahren demontiert und nach Algerien verschifft worden.

Von Kuno Mahnkopf

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