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Umfrage zur Fastenzeit in der Duderstädter Innenstadt

Saft statt Schokolade Umfrage zur Fastenzeit in der Duderstädter Innenstadt

Die üppige Faschingszeit ist vorbei, am Aschermittwoch hat in dieser Woche die Fastenzeit begonnen. Doch ist der Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder andere Konsumgüter überhaupt noch aktuell? Eine Umfrage in der Duderstädter Innenstadt hat gezeigt, wie einige Eichsfelder mit dem Thema Fasten umgehen.

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Beliebtes buntes und gesundes Getränk: In der Fastenzeit greifen viele Eichsfelder zum Gemüsesaft, der in vielen Sorten im Reformhaus angeboten wird.

Quelle: Lüder

Eichsfeld. Im Reformhaus in der Marktstraße stehen Fastentees zur Anregung des Stoffwechsels momentan hoch im Kurs. „Heilpflanzensäfte wie Artischocke oder Brennnessel werden in der Fastenzeit auch häufig gekauft. Sobald Fasching vorbei ist, geht es los“ berichtet Inhaberin Dagmar Freiberg.

Aber auch Gemüsesäfte, die viele Mineralstoffe enthalten, seien sehr beliebt. Viele Menschen würden außerdem auf Salz verzichten. Hierfür hat Freiberg salzarme Brühe im Sortiment. Besonders zu Beginn der Fastenzeit setzten die Leute viel auf Leinsamen, der die Darmreinigung anregen soll.

N. Wernicke

N. Wernicke

Auf das Fastenverhalten der Hildegard von Bingen hat sich die  Lebenskunst in der Marktstraße spezialisiert. Gewürze wie Galgant und Bertram, die den Stoffwechsel anregen, findet man hier zwar ganzjährig im Regal, sie seien in der Fastenzeit jedoch mehr gefragt.

Aber auch so genannte Flohsamenschalen, ein Gemisch aus Flohsamen und anderen Kräutern und Gewürzen, die zur Entgiftung des Körpers beitragen und den Stuhlgang regulieren sollen, seien sehr begehrt. „Natürlich haben wir speziell zur Fastenzeit auch ein großes Sortiment an Tees und Dinkelmüsli“ berichtet Verkäuferin Melanie Woltermann.

J.H. Küster

J.H. Küster

Inneres Wohlbefinden

Ein- bis zweimal im Jahr nimmt Nadine Wernicke eine Woche lang nur Brot, Wasser, Tee und Brühe zu sich. „Das hat aber nichts mit der Fastenzeit zu tun, sondern dient dem inneren Wohlbefinden“, berichtet die 28-jährige Breitenbergerin. 

„Ich versuche, in der Fastenzeit auf Süßigkeiten zu verzichten“, sagt Jan Hendrik Küster. Bisher hätte dies nach eigener Einschätzung des 18-Jährigen aus Bischhausen auch ganz gut geklappt.

Die 71-jährige Elisabeth Schneemann will in den kommenden Wochen ebenfalls auf Süßigkeiten verzichten. Das klappe jedoch nicht immer. „Wir Rentner müssen das ja nicht mehr so intensiv machen“, weist die Seniorin aus Beuren auf die Fastengebote der katholischen Kirche hin, die besagen, dass katholische Christen ab dem sechzigsten Lebensjahr nicht mehr zum Fasten verpflichtet seien.

E. Schneemann

E. Schneemann

Seit mittlerweile zehn Jahren verzichtet auch Lothar Senge aus Worbis in der Fastenzeit auf Alkohol. „Und das über die gesamten 40 Tage“, betont der 48-Jährige. Der Bischofferöder Thoralf Koch (47) findet Fasten „sinnlos“. Ebenso wie Gerhard Siebert. „Warum soll ich fasten, ich bin doch nicht dick“, meint der 52-Jährige aus Brehme schmunzelnd.

Von Helena Gries

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