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Flurbereinigung Esplingerode erfolgreich abgeschlossen

Neuer Zuschnitt für Goldene Mark Flurbereinigung Esplingerode erfolgreich abgeschlossen

Den Gedenkstein zum Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens Esplingerode hat bereits vor vier Jahren die damalige niedersächsische Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) enthüllt. Die sogenannte Schlussfeststellung für das Verfahren ist aber erst jetzt erfolgt. Zum letzten Mal hat sich deshalb der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft getroffen und ein positives Fazit gezogen.

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Letztes Treffen: Nach fast zwei Jahrzehnten ist die Flurbereinigung Esplingerode abgeschlossen.

Quelle: Lüder

Desingerode. Zur Abschlussrunde im Desingeröder Pfarrheim wurde Projektleiter Volker Mertens aus dem Ruhestand reaktiviert. Auch das macht die Zeitspanne deutlich, um die es geht.

Die Umgehungsstraße, die die Goldene Mark zerschneidet, war der Auslöser für die sogenannte Unternehmensflurbereinigung im Zuge des Straßenbaus, die laut Behördenleiterin Carola Dießel vom Amt für Landentwicklung und Kreislandwirt Hubert Kellner zur Verbesserung der Agrarstruktur geführt hat.

Eine Umgehungsstraße benötige eine erhebliche Fläche, betonte Mertens und erinnerte an das Ausgangsproblem, an dessen Ende auch ein „völlig neues Kataster für die Feldflur“ steht. 

Flurbereinigungsverfahren für Westerode

Erste Gespräche über eine Umgehung für Esplingerode gab es schon 1980. Es musste sich aber erst die Grenze öffnen und beim Bund Geld aus dem Verkauf von Mobilfunk-Lizenzen sprudeln, bevor Nägel mit Köpfen gemacht wurden. 1995 wurde die Flurbereinigung eingeleitet, 2002 die Straße gebaut. Deren im Bau befindliche Fortsetzung hat 2007 zum Start eines weiteren Flurbereinigungsverfahrens für Westerode geführt.

Bereits bei der Flurbereinigung Esplingerode wurden auch Flächen aus den Gemarkungen Westerode, Desingerode, Seulingen, Werxhausen und Mingerode einbezogen. Mehr als 250 Grundeigentümer mit insgesamt 863 Hektar Fläche waren in das Verfahren involviert, das Investitionsvolumen wurde von ursprünglich 1,1 auf 2,45 Millionen Euro erhöht.

75 Prozent dieser Summe flossen als Zuschüsse, 25 Prozent musste die Teilnehmergemeinschaft stemmen. Zudem stellte die Straßenbauverwaltung nach dem Verursacherprinzip 600 000 Euro für neue Wege als Folge der Umgehung zur Verfügung, die Stadt Duderstadt 150 000 Euro für den Ausbau von Gemeindeverbindungswegen. Nach Unterzeichnung des Zukunftsvertrages wäre das nicht mehr möglich gewesen, merkte Kellner an.

Ausgleichsflächen schaffen

Der Desingeröder Landwirtschaftsvertreter  ist mit dem Ergebnis der Flurbereinigung ebenso wie Dießel mehr als zufrieden. Beide sprachen von einem Erfolgsmodell. Die Bewirtschaftungsblöcke für den fruchtbaren Boden, auf dem überwiegend Weizen, Raps und Rüben angebaut werden, konnten im Schnitt vervierfacht, bei der Zusammenlegung Flurstücke mit bis zu 13 Hektar Fläche und mehr als 600 Meter Länge gebildet werden.

Zuvor habe es viele kurze, nicht mehr zeitgemäße Schläge gegeben, sagte Kellner: „Wir konnten die Eigentümer überzeugen, großflächiger zu denken, die Verpächter haben mitgespielt, und wir haben auch etwas für die Natur getan. Kein Landwirt habe im Verfahrenszeitraum aufgehört, kein Kommunalpolitiker sich eingemischt: „Wir hatten niemanden, der uns bevormundet hat und haben bei Problemen nicht übereinander, sondern miteinander geredet.“

Neun Kilometer vorhandene  Feldwege wurden aufgehoben, auf 21 Kilometern Länge Wege neu ausgebaut. Dabei wurden Spurbahnen angelegt, die weniger Fläche versiegeln. Als Ausgleich für die Natur und einen besseren Biotopverbund wurden Hecken, Feldgehölze, Verbuschungsflächen, Baumgruppen, Blüh- und Gewässerrandstreifen eingeplant.

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