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Unermüdlicher Einsatz für die Großfamilie

Wucherpfennig feiert 80. Geburtstag Unermüdlicher Einsatz für die Großfamilie

Dass Gertrud Wucherpfennig am 29. März 80 Jahre alt geworden ist, merkt man der rüstigen Rentnerin mit den lebensfroh blitzenden Augen nicht an. Am gestrigen Sonntag, 3. April, feierte die Seulingerin im Kreis ihrer Kinder, Enkel und Urenkel ihren runden Geburtstag, und dazu braucht man schon das Seulinger Bürgerhaus.

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Da wird es eng auf der Seulinger Kirchentreppe: Die 80-jährige Gertrud Wucherpfennig (unten Mitte) zeigt sich lebensfroh im Kreis ihrer Nachkommen.

Quelle: EF

Die Landwirtin hat in ihrer Ehe mit Josef Wucherpfennig zehn Kinder zur Welt gebracht, woraus 26 Enkel und bis heute 24 Urenkel erwachsen sind. Für ein Familienfoto während der Geburtstagsfeier reicht kaum der Platz auf der Seulinger Kirchentreppe.

Auf die Frage, was sie so vital gehalten hätte, antwortet die Jubilarin: „Nur die Arbeit!“ Klagend klingt diese Aussage nicht bei ihr. „Das ist nun mal so“, sagt sie über ihr Leben in der Landwirtschaft und inmitten der großen Kinderschar, wo für Freizeit nicht viel übrig blieb. Erst Anfang der 1960er- Jahre hielt die moderne Technik in Form des ersten Treckers Einzug auf dem heimischen Hof. An dieses Ereignis können sich die älteren Kinder noch erinnern. Die erste Erholung gönnte sich Gertrud Wucherpfennig 1987, da fuhr sie ein paar Wochen zur Kur.

Nachdem ihr Mann 1971 einen Schlaganfall erlitt, pflegte sie ihn bis zu seinem Tod im Jahr 1993, bewältigte die Arbeit auf dem Hof und war außerdem immer für die Familie da. Für ihren unermüdlichen Einsatz erhielt sie 1987 sogar das Bundesverdienstkreuz. „Gertrud kann niemandem etwas abschlagen. Und sie schafft alles mit ihrem Humor und Frohsinn“, lobt Schwägerin Irma Zapfe und umarmt dabei die Jubilarin. Zur Ruhe hat sich Gertrud Wucherpfennig auch heute nicht gesetzt, bewirtschaftet noch ihren Obst- und Gemüsegarten und sorgt bei Feierlichkeiten in der Familie für einen reich gedeckten Tisch. „Wer einen Kuchen oder Salat braucht, bittet Oma. Und Socken strickt sie für uns alle das ganze Jahr“, sagt Enkelin Juliane Rappe, und auch die umstehenden Urenkel nicken eifrig bestätigend.

Von Claudia Nachtwey

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