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Unter der Erde wird mit hohem Druck gespült

Kanalreinigung Unter der Erde wird mit hohem Druck gespült

Der Duderstädter Untergrund ist durchzogen von Rohrleitungen. 245 Kilometer Kanalnetz sorgen für das Abfließen von Schmutz- und Regenwasser.

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Am Steinmecke in Nesselröden: Mit 90 bar Wasserdruck spült Josef Fütterer das Kanalnetz.

Quelle: Pförtner

Schlamm und Kiesel werden mit dem Wasser in die Leitungen gespült, Kalkablagerungen verkleinern den Rohrdurchmesser. Verstopfungen und Rückstau bis hinein in die Gebäude drohen. Um das zu verhindern, lässt die Stadtverwaltung regelmäßig die Leitungen reinigen.

Zwischen 15 und 20 Kilometer des Kanalnetzes würden jährlich im Hochdruckspülverfahren gesäubert, erklärt Johannes Böning. Derzeit, so der Fachdienstleiter Tiefbau der Stadtverwaltung, seien Leitungen in Nesselröden und Westerode, sowie in Duderstadt der Bereich Göttinger Straße und Sachsenring betroffen.

Über der Erde ist davon wenig mitzubekommen. Einzig der rote Lastwagen einer Spezialfirma zeugt von den Arbeiten im Untergrund. Es zischt und pfeift, wenn Josef Fütterer, Mitinhaber der bundesweit tätigen FhN Kanalreinigungsgesellschaft aus Breitenbach, das Spezialfahrzeug anlässt. Mittels einer Düse wird Wasser mit hohem Druck in die Rohrleitungen gespült, Kalkablagerungen lösen sich, Kiesel werden mitgeschwemmt. Ein breiter Schlauch nimmt rund 90 Prozent des Spülwassers wieder auf, reinigt es vom Schmutz, der im Tank zurückbleibt und als Sondermüll auf der Deponie landet. „Ein umweltschonendes Verfahren“, sagt Fütterer.

150 Meter Kanal würden so in einem Arbeitsgang gesäubert. In unregelmäßigen Abständen sei er im Stadtgebiet unterwegs. Bis Jahresende würden die Arbeiten im Bereich Duderstadt dauern, schätzt er.

Die Anwohner der betroffenen Straßen würden meist wenig davon mitbekommen, sagt der Kanalreiniger. In die Häuser könne allenfalls Luft gelangen, die vom Spülwasser aus den Rohren verdrängt und in die Hausanschlüsse gedrückt werde. „Das ist, als ob man mit einem Strohhalm in ein Wasserglas pustet,“ beschreibt es der Firmeninhaber.

Sind Ratten ein Problem? „Selten“, entgegnet Fütterer, „die hauen meistens schon wegen des Lärms ab“. Damit die Nager das Kanalnetz gar nicht erst als Zufluchtsort nutzen, sollten die Bürger keine Lebensmittelreste einleiten, appelliert Böning. „Ansonsten finden die unliebsamen Vierbeiner ein Milieu vor, in dem sie im wahrsten Sinne des Wortes gefüttert werden.“

Von Ulrich Lottmann

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