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Verfahren gegen Ex-Schulleiter eingestellt

Amtsgericht Duderstadt Verfahren gegen Ex-Schulleiter eingestellt

Der Aufwand war immens, doch auch die Neuauflage des Untreue-Prozesses gegen den ehemaligen Leiter der Malteser-Fachschule  am Duderstädter Amtsgericht drehte sich im Kreise. Gegen eine Geldauflage wurde das Verfahren eingestellt.

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Duderstadt. Ohne Ergebnis war im Dezember die Verhandlung gegen den inzwischen 52-jährigen Angeklagten beendet worden. Ihm wurde vorgeworfen, trotz Vereinbarung einer Pauschale von 2010 bis 2013 für knapp 12 000 Euro Überstunden für Seminare und Bildungsveranstaltungen angewiesen zu haben, die er auswärts an Wochenenden geleitet hatte. Auch mehrere Umzugskartons mit Unterlagen konnten im zweiten Anlauf kein Licht ins Dunkel bringen.Widersprüchliche Aussagen, unterschiedliche Einschätzungen, wechselnde Aufgaben  und schwer nachvollziehbare Abrechnungsmodalitäten führten bereits am ersten Verhandlungstag des neu aufgerollten Prozesses zur Einstellung des zähen Verfahrens, für das noch drei Folgetermine angesetzt waren.

Das Schöffengericht schloss sich dem Einigungsangebot von Verteidigung und Staatsanwaltschaft an. Mit der Einstellung gegen Zahlung von 5000 Euro erklärte sich Rechtsanwalt Michael Zilian einverstanden, da der Prozess mit großen Belastungen für den Angeklagten und seine Familie verbunden sei. Der redegewandte Schulungsleiter für Pflegeberufe, der ein Buch über Demenz geschrieben und wieder eine vergleichbare Stelle bei einem anderen Arbeitgeber hat, muss das Geld auf den Förderverein der Justizvollzugsanstalt Rosdorf, den Radfahrerverein Stahlross Obernfeld, Lebenshilfe und Geschichtsswerkstatt Duderstadt verteilen.

Ermittlungsverfahren eingestellt

Der Malteser Hilfsdienst hatte den 52-Jährigen, der das „intrigante Vorgehen“ einer Mitarbeiterin dafür verantwortlich machte,  wegen Verdachtsmomenten fristlos gekündigt. Am Arbeitsgericht war es zu einem Vergleich mit wechselseitigem Verzicht auf finanzielle Forderungen und der Vereinbarung von Stillschweigen gekommen. Im jetzigen Strafprozess galt das Schweigen nicht. Pietzek zog Akten aus dem Verfahren heran, in denen es um Vorwürfe von Fahrtenbuchmanipulationen, Nötigung von Mitarbeitern, privater Nutzung von Dienstwagen,  Anschaffungen und Hotelübernachtungen in Doppelzimmern ohne erkennbaren Grund ging. Alle Ermittlungsverfahren seien nach gründlicher Überprüfung eingestellt worden, sagte Zilian, der den Betrugsvorwurf und den gesamten Prozess in Frage stellte: „Es war alles nur Gülle, was über meinem Mandanten ausgeschüttet wurde.“

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