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„Verhinderungstaktik aus Eigeninteresse“

Widerstand gegen Windräder „Verhinderungstaktik aus Eigeninteresse“

Unter dem Markenzeichen „Gegenwind“ wehren sich bundesweit Bürgerinitiativen gegen den Bau neuer Windräder. In der Samtgemeinde Gieboldehausen sorgt die Standortdiskussion trotz aller Bekenntnisse, nicht generell gegen Windkraft zu sein, für Wirbel und Proteste.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Gieboldehausen. Josef Sorhage will jetzt als Energiebeauftragter der Samtgemeinde alle Ratsherren anschreiben, um „die Diskussion zu beruhigen und zu versachlichen“. Als ehemaliger Bürgermeister Krebecks hat der CDU-Politiker die dortige Bioenergieanlage vorangetrieben und gehört zu den Initiatoren der Bürgerwindkraft Samtgemeinde Gieboldehausen GmbH & Co KG, die Ende Oktober gegründet werden soll. Wegen der möglichen Standorte am Höherberg seien bereits intensive Gespräche mit dem Landvolk und Grundbesitzern geführt worden, bestätigt Sorhage. Die Bürgergesellschaft habe kein Interesse am umstrittenen Pinnekenberg, aber neben dem Höherberg auch die Rotenberg-Standorte im Bereich Wollershausen und Rüdershausen ins Auge gefasst.

Sorhage kritisiert, dass in der derzeit geführten Diskussion „Verhinderungstaktik aus Eigeninteresse“ Vorrang zu haben scheine: „Leider ist aus dem Blick geraten, worum es letztlich überhaupt geht.“ Und das ist für Sorhage der Klimawandel, die Energiewende mit sukzessiver Abschaltung der Atomkraftwerke und der Beschluss der Samtgemeinde, den gesamten Stromverbauch bis 2020 aus eigenen regenerativen Quellen abzudecken. Obwohl die Erzeugung von Strom aus Biomasse schon weit vorangeschritten ist, sei Windenergie für die Energiewende unausweichlich.

Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit

Schädliche Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit, zum Beispiel durch auch von anderen Quellen ausgehenden tieffrequenten Infraschall, seien nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht nachgewiesen, Schall und Schattenwurf ließen sich durch Abstände und notfalls kurzzeitige Abschaltung einvernehmlich lösen, die Vogelwelt würde sich den Verhältnissen anpassen, meint Sorhage.

Der Energiebeauftragte appelliert, Emotionen und egoistische Wünsche zu den Akten zu legen, nicht immer nur das Haar in der Suppe zu suchen und Veränderungen in der Landschaft zu akzeptieren: „Auch bei Bebauung der Vogelsburg stellte sich die Frage, ob sie überhaupt in die Landschaft passt.“

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CDU-Vorschlag

Da mochte sich Jörg Rudolph (CDU) noch so sehr mühen, den Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen, es half nichts: Dem Antrag seiner CDU-FDP-Gruppe, einen Mindestabstand von Windrädern zu Siedlungen festzulegen, schlug im Stadtrat ein Sturm der Entrüstung entgegen.

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