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„Viel Emotion“ beim Weihnachtsbaumkauf

Tipps: So bleibt die Tanne lange frisch „Viel Emotion“ beim Weihnachtsbaumkauf

Tobias Manegold ist auf Betriebstemperatur. Weder die eisige Kälte noch der viele Schnee oder der schneidende Wind machen dem Seulinger etwas aus. Gut gelaunt und eingewickelt wie eine Zwiebel stapft er zwischen den rund 1000 Weihnachtsbäumen, die auf dem Gelände neben dem Niedersachsenhof in Gieboldehausen stehen, umher und zieht für seine Kunden mal die eine und mal die andere Tanne aus den grünen Haufen heraus und schüttelt die Schicht aus weißen Flocken von den Zweigen, sodass sich das Gehölz in vollster Pracht präsentieren kann.

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Viele Eichsfelder kaufen schon jetzt einen Baum fürs Fest: Hier wird die Tanne gerade fachmännisch eingenetzt.

Quelle: Blank

Mit dem Verkauf von Weihnachtsbäumen sei es wie mit Schuhen, sagt Manegold, „für jeden Geschmack und für jede Größe ist etwas dabei“.

Angeboten werden neben Blaufichten hauptsächlich die nach wie vor beliebten Nordmanntannen, die aus dem Sauerland und aus Dänemark stammen. Die Nadelbäumchen sind nach Güteklassen und Größenkategorien geordnet und tragen alle ein Markierungsschildchen in einer bestimmten Farbe. Ein ausgeklügeltes System, das allerdings als normalsterblicher Kieferngewächskäufer kaum zu überblicken ist. Aber dafür gibt es ja den freundlichen Fichtenverkäufer, der weiterhelfen kann.

Bis zu 2,75 Meter ragen die Koniferen in die Höhe und bringen damit auch ordentlich Gewicht auf die Waage – bis zu 25 Kilogramm. Den Damen und älteren Herrschaften schleppt Manegold daher die stacheligen Zapfenträger natürlich eigenhändig zum Auto oder Anhänger – was im Übrigen eine Wissenschaft für sich ist, schenkt man den detaillierten Ausführungen des Gehölzhändlers Glauben.

Zunächst sollten die Bäumchen nie mit dem Stamm zuerst in den Kofferraum geschoben werden, damit man sie beim Ausladen leichter herausziehen kann ohne die Äste abzubrechen. Des Weiteren sollte man darauf achten, die empfindliche Spitze, die meist direkt vor den Autoheizungsluftschlitzen liegt, bei der Heimfahrt nicht mit zu heißer Luft anzupusten. Vor Schreck lässt der Weihnachtsbaum dann nämlich dort die Nadeln fallen, weil er einen so krassen Temperaturumschwung nicht verkraftet.

Außerdem solle man auch stets darauf achten, dass der Baum über den bestenfalls frisch beschnittenen Stumpf jederzeit einfaches Wasser ziehen könne, denn gerade in beheizten Räumen habe das Gewächs viel Durst.

Gleiches gilt natürlich für die Zeit, in der der Weihnachtsbaum draußen darauf wartet, zum Heiligen Abend in die gute Stube hereingeholt zu werden. Aus seinem Verpackungsnetz muss der Nadelbaum solange noch nicht unbedingt befreit werden, seine Äste entfaltet er von ganz allein wieder – besser nicht daran herumbiegen, das schadet dem Bäumchen nur.

Seinen Kunden versuche er immer Tipps mit auf den Weg zu geben, wie sie das Beste aus dem Nadelbaum herausholen können, aber viele hätten auch so ihre ganz eigenen Vorstellungen, erzählt Weihnachtsbaumexperte Manegold. „Da ist viel Emotion mit dabei“, fügt der Seulinger lächelnd hinzu. „Und oft auch alte Traditionen.“

Von Anna Kleimann

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