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Bürgermeisterwahl in Duderstadt: Viola von Cramon erklärt Kandidatur

Unterstützung von Grünen, WDB und SPD Bürgermeisterwahl in Duderstadt: Viola von Cramon erklärt Kandidatur

170 Unterschriften Wahlberechtigter benötigt Viola von Cramon, um als Einzelkandidatin bei der Bürgermeisterwahl in Duderstadt antreten zu können. Mehr als 200 hat sie bereits gesammelt. Doch diese Formalie war bei der öffentlichen Erklärung ihrer Kandidatur nur Randnotiz.

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Gemeinsam: Kandidatin Cramon mit Unterstützern Hirschfeld, Dinges und Schenke (von links).

Quelle: Richter

Duderstadt. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz standen die Schwerpunkte ihres Wahlkampfs und ihre Vorhaben nach einem Wahlsieg.

Eine Stunde lang stellte die 43-Jährige Waakerin sich und ihre politischen Ziele im Hotel Zum Löwen vor. „Ich mache das aus Überzeugung“, stellte die frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen zu Beginn klar. Parteifreunde aus anderen Städten hätten sie als Bürgermeisterkandidatin gewinnen wollen.

Sie habe sich jedoch für Duderstadt entschieden, weil sie hier eine breite Unterstützung habe. Das dokumentierten Wolfgang Hirschfeld (Grüne), Lothar Dinges (WDB) und Matthias Schenke (SPD), die neben Cramon am Tisch saßen.

Das Eintreten von drei Parteien für eine Kandidatin verleitete Dinges zu dem Satz: „Das ist eine historische Stunde in der Nachkriegsgeschichte Duderstadts“. Erläuternd fügte er hinzu: „Es geht um mehr als das Bürgermeisteramt. Es geht um eine politische Richtungsänderung.“ Mit Cramon trete eine Kandidatin an, die „unbelastet von heimischen Strukturen“ agieren könne.

Pressekonferenz: Viola von Cramon erklärt ihre Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in Duderstadt. © Richter

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Es müsse Schluss sein mit demoralisierendem, demotivierendem Umgang mit Mitarbeitern in der Stadtverwaltung, fügte Schenke hinzu. Und: „Wir brauchen jemanden, der mit der gesellschaftlichen Entwicklung  Schritt hält und eigene Ideen einbringt.“ „Verkrustungen müssen dringend aufgebrochen werden“, sagte auch Hirschfeld. Dafür habe er beim Sammeln der Unterschriften viel Rückenwind gespürt: „Ich bin optimistisch, dass wir realistische Chancen haben“.

„Sie merken, die Erwartungen sind hoch“, reagierte Cramon. Erfüllen will sie diese vor allem mit einem neuen Politikstil. Ein Rathaus mit offenen Türen wolle sie schaffen, sie versprach Sprechstunden und die Nutzung sozialer Netzwerke (Facebook, Whatsapp). Zu ihrem Konzept der „Politik von unten“ gehören zudem eine Stärkung der Ortsräte, Bürgerversammlungen bei bedeutenden Fragen und der Dialog mit Zielgruppen bei Problemen.

Ihr Ziel sei eine „lebendige Stadt“, sagte Cramon. Wie dies konkret zu erreichen sei, wolle sie mit den Bürgern gemeinsam entwickeln. Als Beispiel nannte Cramon die Sicherung der Nahversorgung in den Dörfern und den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs.

Alternative

Demokratie lebt nicht vom Wechsel als Selbstzweck. Demokratie lebt vom Wettbewerb, der Alternative zur Regierung. Kann Viola von Cramon das bei der Bürgermeisterwahl in Duderstadt bieten?

Als Person – jung, Frau, grün, von außen kommend – ist sie unbestritten das Gegenmodell zu Amtsinhaber Wolfgang Nolte. Auch in Stil und Inhalt verspricht sie Veränderung – und macht dabei en passant vermeintliche Schwächen zu ihrer Stärke. Beispiele: Sie sei keine Duderstädterin, wolle aber gerade deshalb den Menschen zuhören.

Oder: Sie werde mit einem CDU-dominierten Stadtrat zusammenarbeiten müssen und setzte gerade deshalb auf die Verständigung in der Sache. Den „Wechsel gemeinsam gestalten“ bringt sie das in ihrem Wahlslogan auf den Punkt. Das ist stimmig.

Um tatsächliche Alternative zu sein, muss sie aber vor allem eines vermitteln: Die realistische Chance auf den Sieg zu haben. Erst wenn Cramon das gelingt, wird die Wahl zum Wettbewerb. Das wäre gut, gut für die Demokratie und – unabhängig vom Ausgang – gut für Duderstadt.

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„Jetzt erst recht“
„Super Ergebnis“: Herbold (links) gratuliert Nolte.

Seit Mittwochabend (05. Februar), 20.08 Uhr, ist sicher: Die CDU zieht mit Wolfgang Nolte in den Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters in Duderstadt. In geheimer Wahl bestimmte der CDU-Stadtverband seinen Kandidaten. 79 von 89 Mitgliedern stimmten für den Amtsinhaber, bei acht Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. „Ein ehrliches und großartiges Ergebnis“ reagierte Nolte.

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