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Vogelstimmen in der Elleraue auf der Spur

Naturwanderung am frühen Ostermontag Vogelstimmen in der Elleraue auf der Spur

Bilderbuchfrühling schon seit Wochen. Das kommt dem schnellen Rückzug unserer Singvögel Mitte April aus den südlichen Ländern natürlich entgegen. So ist es nicht verwunderlich, jetzt jeden Tag andere Zugvogelarten zum ersten Mal in diesem Jahr zu hören.

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Noch seltener als das Schwarzkehlchen: Das Braunkehlchen schätzt ungedüngte Feuchtflächen.

Quelle: Lange

Bei der Vorbereitung für die nächste Vogelstimmenwanderung in die Elleraue zwischen Hilkerode und Brochthausen (Treffpunkt für Interessenten ist am Ostermontag um 6 Uhr der Wirtschaftsweg vor Hilkerode an der ehemaligen Bahnstrecke und vor der Ellerbrücke, von Rhumspringe aus kommend) habe ich am vergangenen Dienstag frühmorgens erstmalig in diesem Jahr die Nachtigall singen gehört und das Braunkehlchen gesehen. Im Laufe des Tages kam dann noch so nebenbei der Gesang der Klappergrasmücke dazu.

Die Elleraue ist bis zu ihrer Mündung in die Rhume vor Rüdershausen als typischer Mittelgebirgsbach naturnah geprägt, mit einem gut ausgebildeten Gehölzsaum und mit vielfältiger Ufervegetation. In der Aue des gibt es mehrfach brachliegende Flächen, die den selten gewordenen Vögeln der Grünlandflächen Lebensraum und erfolgreiche Bruten ermöglichen. So ist das bereits erwähnte Braunkehlchen, ein sehr selten gewordener Singvogel unserer Region, zwar während der Zugzeiten im Frühling schon seit Jahren und dann über mehrere Wochen hier von mir beobachtet worden, aber einen Brutnachweis konnte ich noch nicht belegen. Das verwandte Schwarzkehlchen, das ebenfalls zu den gefährdeten Singvögeln zählt und ähnliche Biotope besetzt, hat in der Rhumeaue bei Bilshausen schon seit Jahren erfolgreich gebrütet und ist wieder heimisch geworden. Das wünschen sich die Ornithologen auch für das Braunkehlchen. Denn wenn es einmal ein Gebiet für sich neu entdeckt hat und erfolgreich brüten konnte, wird es unsere Natur durch seine Treue zum Brutort auf Dauer bereichern.

Wesentlich für die Verbesserung der Lebensumstände vieler Grünlandvögel sind extensiv genutzte, wiedervernässte und ungedüngte oder über Jahre brachliegende Flächen. So sind ungestörte Bruten und ein ausreichender Speiseplan möglich. Der in der Vergangenheit verlorengegangene Lebensraum und der damit einhergehende Verlust der Artenvielfalt konnte und kann besonders im Bereich des Naturschutzgebietes Rhumeaue und Ellerniederung wieder neu belebt werden.

Der Wasserbau-Ingenieur und Hobby-Ornithologe Franz-Josef Lange (64) aus Rüdershausen bietet seit drei Jahren regelmäßig Führungen in Natur und Vogelwelt des Eichsfeldes an.

Von Franz-Josef Lange

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