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Volksinitiative fordert bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten

Unterschriftenaktion Volksinitiative fordert bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten

Jeder Namenszug zählt – in Listen, die zurzeit in vielen Kindergärten im Eichsfeld ausliegen. Es geht um die Betreuung von Krippen-, Vorschul- und Hortkindern.

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Symbolträchtig: Händeringend wenden sich viele Kinder in den Tagesstätten einer Erzieherin zu.

Quelle: Lüder

Eichsfeld. Die „ Volksinitiative für bessere Rahmenbedingungen in den niedersächsischen Kindertagesstätten“ sammelt Unterschriften, damit sich etwas ändert: der Personalschlüssel.

In einer Regelgruppe für Kinder ab drei Jahren drängeln sich 25 Mädchen und Jungen, die von zwei Erzieherinnen in ihrer Entwicklung gefördert werden möchten. Wenn beide Erzieherinnen anwesend sind, verbleiben pro Stunde für jedes Kind höchstens drei Minuten Betreuungszeit. In Krippengruppen, für die ab August für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr ein Rechtsanspruch besteht, stehen bei zwei Fachkräften höchstens fünf Minuten für jedes Wickelkind pro Stunde zur Verfügung.

Die landesweite Volksinitiative, ein Bündnis von Eltern, Erzieherinnen, anderen Gruppen und Verbänden, prangert diesen Personalschlüssel als „unverantwortlich“ an.  In Kindergärten und Horten sollte eine Erzieherin höchstens sieben bis acht Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren beziehungsweise nur ebenso viele im Grundschulalter betreuen, so die Forderung. In Krippen sollte eine Erzieherin für drei Kinder im Alter von null bis eineinhalb Jahren beziehungsweise für vier im Alter von eineinhalb bis drei Jahren zuständig sein.

Mit der  Unterschriftenaktion will die Initiative erreichen, dass der Niedersächsische Landtag den Schlüssel im Kindertagesstätten-Gesetz verbessert. Unabhängig vom Ausgang der Landtagswahl soll ein Zeichen gesetzt werden. Zwar läuft die Kampagne noch bis Sommer dieses Jahres, doch noch in dieser Woche sollen möglichst viele Unterschriften in den Kindertagesstätten gesammelt und an die Einwohnermeldeämter zur Überprüfung übergeben werden. Mindestens  70 000 Unterschriften von Wahlberechtigten sind notwendig, damit sich der Landtag mit dem Thema Kindertagesstätten beschäftigt.

In zahlreichen Kindergärten im Eichsfeld liegen Listen aus, in denen neben Eltern und Angehörigen alle Interessierten mit ihrem Namenszug ihren Unmut über den Zustand in den Tagesstätten kundtun können. Von den Einrichtungen in Trägerschaft der katholischen Kirche im Eichsfeld sollen die Listen in diesen Tagen an die Bürgermeister der Kommunen übergeben werden. Erzieherinnen und Elternvertreter der Kindertagesstätten aus dem Bereich der Samtgemeinde Gieboldehausen überreichen  die Listen am kommenden Donnerstag, 17. Januar, im Gieboldehäuser Rathaus. 

Mit vielen anderen Kolleginnen ist Bettina Bode, Leiterin der Kindertagesstätte St. Margareta in Rollshausen, dabei.  „Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen“, sagt die Erzieherin. „Wir brauchen mehr Möglichkeiten zur individuellen Förderung – bessere Bildungschancen für Kinder und gute Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen.“ Eltern, die ihre Kinder einer Einrichtung anvertrauten, müssten ein gutes Gefühl dabei haben können, dass es ihren Kinder gut gehe, gibt Bode das Anliegen der Erzieherinnen und Elternvertreter wieder.

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Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder ab einem Jahr, der ab August gilt, scheint der Göttinger Stadtverwaltung zunehmend Kopfzerbrechen zu bereiten. Mindestens 230 Plätze werden zum Stichtag fehlen, eine Klagewelle droht. Daher verhandelt die Stadt derzeit mit den freien Trägern einen neuen Leistungs- und Budgetvertrag.

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