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Vollmer Bau seit 75 Jahren in Familienhand

Unternehmensgruppe Vollmer Bau seit 75 Jahren in Familienhand

„Es ist bekannt in nah und fern, auf Vollmer‘s Straßen fährt man gern“ – in einer Zeitungsanzeige zum 60-jährigen Bestehen der Jägerschaft Duderstadt im Jahr 2009 ließ das Unternehmen „Vollmer Bau GmbH“ diesen Slogan drucken. Jetzt feiert der alteingesessene Eichsfelder Betrieb selbst Jubiläum.

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Eine der Baustellen Ende der 60er-Jahre: Mitarbeiter von Vollmer Bau an der B 247 bei Mingerode (im Hintergrund).

Quelle: EF

Dienstag nach Ostern blicken Firmenchef Jürgen Vollmer und Familie mit 85 Mitarbeitern auf das 75-jährige Bestehen zurück.

Vollmer Bau ist seit 1936 ein Familienunternehmen mit Tradition im Straßen- und Tiefbau. Seit 1991 gehört die Tustra Bau GmbH im thüringischen Uthleben sowie seit 2004 auch der Baustoffhandel Jacobi in Rhumspringe zur Unternehmensgruppe. Firmensitz ist Fuhrbach. Im Verwaltungsgebäude Am Mönchberg 2 befindet sich die Schaltzentrale.

Gern erinnert sich der Diplom-Ingenieur Jürgen Vollmer an das 50-jährige Betriebsfest im April 1986 samt Empfang im Kronprinzen. Mit 89 Jahren lebte damals sein Großvater Georg noch, der das Unternehmen 1936 in Fuhrbach gegründet hatte. Für Pflasterarbeiten auf Bauernhöfen in der Umgebung, so geht es aus alten Unterlagen hervor, waren Georg Vollmer und dessen Bruder Alfons sowie ein Mitarbeiter mit dem Rad samt Werkzeug im kleinen Hänger über Land gefahren. Schon zwei Jahre später zählten 60 Beschäftigte zum Unternehmen. Auch am Autobahnzubringer Nörten-Hardenberg waren sie im Einsatz, mit dabei die erste firmeneigene „Dampfwalze“. Der anhängende Wagen diente als Schlaf- und Übernachtungsmöglichkeit.

Wehmut kommt bei Jürgen Vollmer beim Gedanken an seinen Vater Heinz auf, der im vergangenen Jahr starb. Der langjährige Orts- und Ehrenortsbürgermeister von Fuhrbach hatte das Unternehmen Vollmer Bau 25 Jahre nach Firmengründung von seinem Vater Georg übernommen, bis er es seinerseits im Mai 1986 offiziell an seinen Sohn Jürgen weitergab. Mit Rat und Tat habe ihm der Vater bis zuletzt zur Seite gestanden, sagt Firmenchef Vollmer, der sich in einer Linie mit Großvater und Vater sieht: „Die Firma war und ist Bestandteil unsere Familie“.

Für viele Familien aus Fuhrbach und der Region sei die Firma Vollmer Bau im Laufe der Jahrzehnte ein wichtiger Arbeitgeber gewesen, erläutert der Betriebsinhaber im Beisein von Bernward Schöttler, der als Personalchef in der Firma tätig ist. In jedem Frühjahr aufs Neue sei man im Unternehmen bemüht, nach den Wintermonaten wieder Aufträge zu bekommen, sagt Vollmer, der sich stets auf seine guten Mitarbeiter verlassen kann.

Die Entwicklung vom reinen Handwerksbetrieb zum modernen Bauunternehmen begann in den 50er-Jahren. Neben der Ausführung von Pflaster- und Erdarbeiten sowie dem Bau von Straßen des öffentlichen Verkehrs werden heute sämtliche Erschließungsmaßnahmen zur Versorgung mit Trinkwasser, Gas, Strom und Telefon und Entsorgung von Regen- und Schmutzwasser durchgeführt. Im Umkreis von etwa 100 Kilometern sind die Mitarbeiter von Vollmer Bau im Einsatz. Die Referenzliste des Unternehmens ist lang. Auf der Internetseite www.vollmerbau.com sind zahlreiche Bilder zu sehen.

In besonderer Erinnerung bleibt Jürgen Vollmer – wiederum auch in Gedanken an seinen Vater Heinz – die Zeit der Wende und der Wiedervereinigung. Unmittelbar nach dem Fall der Grenze waren Mitarbeiter von Vollmer Bau an der Errichtung von 16 Straßenübergangsstellen beteiligt. Vollmer: „Das hatte Niemand für möglich gehalten.“
Wer sich mit dem Unternehmen Vollmer Bau verbunden fühlt, ist am Dienstag, 26. April, ab 16 Uhr zur Feier aufs Betriebsgelände in Fuhrbach eingeladen.

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