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Von braven Senioren und Synchron-Wäschern

Karneval in Rollshausen Von braven Senioren und Synchron-Wäschern

„Rolau“ – so schallte es am vergangenen Wochenende wieder durch den Hahleort Rollshausen. Der Karnevalsverein begeisterte unter dem Motto „50 plus 1“ mit seinen Büttenabenden in der Mehrzweckhalle.

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Gesundheitsreform und ihre Folgen im Seniorenstift: Die Rollshäuser Narren interpretieren das Thema auf ihre eigene Weise.

Quelle: EF

Der erste Büttenabend nach dem 50. Geburtstag im vergangenen Jahr glänzte durch zahlreiche Höhepunkte. Pünktlich um 20.11 Uhr begrüßte Sitzungspräsident Carsten Papke die Zuschauer mit einem dreifachen Schlachtruf und lüftete das größte Geheimnis einer jeden Kampagne: In dieser Session regieren ihre Lieblichkeit Prinzessin Johanna (Losert) und Prinz Hendrik (Trümper) sowie das Kinderprinzenpaar Svenja (Adler) und Erik (Bruns) die Narren.

Zum Auftakt des Bühnenprogramms stimmten erst einmal die reizenden Gardemädchen alle Anwesenden mit ihrem einstudierten Gardetanz auf die vergnüglichen Stunden ein. Als Nummerngirl sorgte Victoria Heise dafür, dass die Reihenfolge der jeweiligen Auftritte während des Büttenabends auch eingehalten wurde und provozierte mit ihren knappen Outfits so manchen Beifallsruf.

Im Anschluss enterten die kleinen Piraten aus dem Fluch der Karibik die Rollshäuser Bühnenbretter. Mit ihrem Jump-Style Auftritt sorgten sie für eines der Highlights in der ersten Halbzeit. Nach dem das an der Hahle geankerte Piratenschiff wieder in See gestochen war, sorgte ein großer Star der Deutschen Comedy-Szene für Pointen am laufenden Band. Als Paul Panzer philosophierte Jan Schwedhelm über versteckte Kosten von „Sexualitätsseiten im Internetz“. Unter dem Motto „Disco, Disco“ brillierte dann das Rollshäuser Miniballett unter der Leitung von Ann Christin Strüber zu fetzigen Liedern mit glamourösen Outfits. Mit „Waldmanns Heil“ begrüßte die Gruppe Sixpack die Zuschauer. Das in Rollshausen grassierende „Bockfieber“ war nur eines ihrer Lästerthemen mit denen sie dem Publikum zeitweise auch die Schamesröte ins Gesicht trieben. Felix Zapfe, Valentin Herbst, Michele Hartung und Frederick Trümper brachten vor der Pause noch schnell als Golden Boys mit schmissigen Songs und körperbetonter Kleidung den Saal zum Lachen. Als Zeremonienmeister wurde der Elferrat in diesem Jahr von Jens Nordmann und Sebastian Beckmann unterstützt. Sie kümmerten sich um den reibungslosen Aufbau der jeweiligen Bühnenkulisse.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte das neu formierte und stark verjüngte Männerballett mit dem Reisebüro „Über den Wolken“ für Kundenberatung der besonderen Art. Auf dem Hightech-3D-Polylux präsentierte Enrico Kevin von der Wartburg verschiedene Ausschnitte aus seinen Reiseangeboten. Eine Städtereise nach Berlin mit einem Showbesuch bei der Gruppe „Ganz schön Feist“ begeisterte die Zuschauer mit ganz spezieller Choreographie. Unter großem Jubel stellte sich danach das Mafiosi-Trio Steffen Bringmann, Christoph Thieme und Holger Weilandt vor. Ihre Wortakrobatik wurde nur noch von Marcel Fiedler als Ottmar Zittlau in den Schatten gestellt. Von einer Reise zu den geizigen Schotten versuchten die
Rollshäuser Naturburschen in karierten Röcken beim einheimischen Folkloretanz ihre schwierigen Kunden zu überzeugen, und der ortsansässige Wellness-Pabst und Friseur Barke konnte sich durch den Auftritt der Synchron-Haarwäscher auch über das Eichsfeld hinaus einen Namen machen. Nach dem Abschlusstanz, bei dem alle Aktiven des Männerballetts als Pippi Langstrumpf gewandet die Bühne zum Wackeln brachten, entschieden sich alle Reisewilligen dann doch spontan für das Takatukaland.

Die Tänzerinnen des RCV- Balletts boten als Lady Gaga-Doubles einen heißen Auftritt und zeigte einmal mehr ihr „Pokerface“. Als Dauersingle unterhielt Felix Zapfe mit seiner Rede über den Hochzeitsboom in Rollshausen den Saal und kam zu dem Entschluss: „Mensch sei helle – bleib Junggeselle“. Mit Rockklassikern wie „Highway to Hell“ und „Black Betty“ rockte das Showballett zu fortgeschrittener Stunde die Rollshäuser Mehrzweckhalle.

Dass der demographische Wandel auch die Hahle-Narren nicht verschont, zeigte ein Besuch im Seniorenstift „Zum sterbenden Schwan“, wo Katrin Weilandt als attraktive Oberschwester auf die Auswirkungen der neuen Gesundheitsreform aufmerksam machte. Als Senioren befolgten Sylvia Dornieden, Joachim Bringmann, Michelle Hartung, Astrid Zapfe, Axel Fiedler brav und prompt die Kommandos der strengen Pflegekraft. Als letzten Tanz des Abends bot das Ballett vom Berge eine Komposition zu den Klängen von „Sex and the City“. Highlight des Abends war aber die Lichtershow der Blue Women Group, die sogar mit Standing Ovations gewürdigt wurde. Nach mehr als vier Stunden endete der Rollshäuser Büttenabend mit dem Finale bei dem sich die 75 Aktiven noch einmal dem Publikum präsentierten.

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