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Vorbereitung für Windpark am Euzenberg

Grundbesitzer gründen Eigentümergemeinschaft Vorbereitung für Windpark am Euzenberg

Südlich des Euzenbergs könnte ein Windpark entstehen. Ausgelöst durch Pläne des Windkraftunternehmens WPD, auf der Fläche im Dreieck der Orte Nesselröden, Tiftlingerode und Immingerode bis zu acht Windräder zu errichten, hat sich ein Großteil der Grundbesitzer in diesem Gebiet zur Gründung einer Eigentümergemeinschaft entschlossen. Initiiert wurde der Zusammenschluss vom Landvolk Göttingen.

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Hier wäre der Bau von Windrädern möglich: Fläche zwischen der Kreisstraße 120 (vorne) und Euzenberg, zwischen Immingerode, Nesselröden und Tiftlingerode.

Quelle: Lüder

Duderstadt. Entschieden ist noch nichts. Derzeit ist die Errichtung von Windrädern im Stadtgebiet rechtlich noch ausgeschlossen.

A. Hübner

A. Hübner

Es ist jedoch erklärter Wille des Stadtrats, künftig den Energiebedarf Duderstadts weitgehend aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Für die Stromerzeugung bietet laut Studie der Fachhochschule Nordhausen die Windenergie das größte Potenzial. Die Stadt ist dabei, die Voraussetzungen für den Bau von Windrädern zu schaffen. Gleichzeitig sind Energieunternehmen beständig auf der Suche nach geeigneten Gebieten für Windparks und versuchen, sich durch Verträge mit Grundeigentümern Flächen zu sichern.

Die Aktivitäten von WPD, nach eigenen Angaben Marktführer bei der Projektierung von Windparks, schreckten Stadt und Landvolk auf. Die Stadtverwaltung distanzierte sich im Oktober ausdrücklich von einer Informationsveranstaltung der WPD in Nesselröden und mahnte Eigentümer, keine Verträge zu unterschreiben. Das Landvolk lud anschließend seinerseits die Grundeigentümer im Dezember ein und initiierte die Gründung der Eigentümergemeinschaft.

Nahezu alle Iegentümer haben unterschrieben

Inzwischen läge von nahezu allen Eigentümern eine Unterschrift vor, sagt auf Anfrage Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner. Ziel der Vereinbarung ist ein gemeinsames Auftreten gegenüber möglichen Betreibern. „Die Eigentümer haben sich gegenseitig versprochen, nichts zu unterschreiben. Das ist ein Moratorium, mehr ist es nicht“, erläutert Hübner die bis Ablauf des Jahres zeitlich befristete Gemeinschaft. Entscheidungen sind darin ausdrücklich den Besitzern vorbehalten.

„Wir versuchen, das zu ordnen“, erklärt Hübner die Initiative des Landvolks. Es gehe darum, die Interessen der Grundbesitzer zu wahren. Die Situation sei unübersichtlich und hektisch, Rechtsfragen hoch komplex. Das Landvolk berate bei Nutzungsverträgen und begleite die Organisation der Eigentümer, „wir geben aber die Richtung nicht vor“, betont Hübner.

Dabei macht er deutlich, dass er eine regionale Lösung, das heißt Errichtung und Betrieb von Windrädern durch örtliche Akteure, bevorzugen würde. Dieses Modell wird unter dem Stichwort „ Bürgerwindpark “ derzeit an verschiedenen Orten des Landkreises diskutiert. Was ist darunter zu verstehen? „Das weiß keiner so richtig. Ich habe noch nirgends eine Regelung gesehen“, bekennt Hübner.

Wichtig ist ihm ein offener Umgang mit dem Thema. Warum das Landvolk dann mit dem Hinweis „ geschlossene Veranstaltung! “ zu seiner Veranstaltung eingeladen habe? So sei deutlich gemacht worden, dass sich die Einladung an die betroffenen Eigentümer richte, sagt Hübner: „Das war eine geschlossene Veranstaltung, aber keine geheime Kommandosache.“ So sei die Stadtverwaltung von Anfang an einbezogen worden.

Der nächste Schritt ist die Wahl einer Sprechergruppe. Sie soll für die Eigentümergemeinschaft mit potenziellen Betreibern verhandeln. Vorbedingung dazu ist, dass der Stadtrat Flächen für die Windkraftnutzung ausweist. Ein Beschluss dazu ist noch nicht absehbar. Am 29. Januar tagt der Stadtentwicklungsausschuss. Auf der Tagesordnung steht lediglich der Punkt „I.8 Energiewende – Sachstandsbericht“.

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Höherberg und Pinnekenberg

Von ursprünglich vier Vorrangflächen für Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Gieboldehausen sind zwei übrig geblieben. Der Bauausschuss hat dem Rat empfohlen, die Flächengruppen am Rotenberg und bei Obernfeld wegen nicht widerlegbarer Eingaben aus der Planung zu nehmen.  Damit würde sich die Änderung des Flächennutzungsplanes auf die Bereiche Höherberg und Pinnekenberg beschränken.

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