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Vorlesepatinnen wollen Lust am Lesen wecken

Weitere Gruppe Kurs abgeschlossen Vorlesepatinnen wollen Lust am Lesen wecken

In unserer multimedial berieselten Gesellschaft eine Lese-Lücke schließen zwischen Eltern, die ihren Kinder vorlesen, Vorlesewettbewerben an Schulen und Literatur-Lesungen im Kulturbetrieb wollen die Stadtbücherei und die Familienbildungsstätte (Fabi) mit ihrem Vorlesepaten-Projekt.

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Lesestoff in historischem Ambiente: Im Stadtbücherei-Sessel mit Klatschmohn-Muster findet die Abschlussprüfung statt.

Quelle: Pförtner

Nach einem ersten Durchlauf haben jetzt die Teilnehmerinnen einer weiteren Vorlese-Gruppe nach erfolgreichem Kursabschluss und Prüfung in der Bücherei im Rathaus ihre Zertifikate erhalten.

Dass Vorlesen verzaubert, aber auch gelernt sein will, wissen Eltern von Kindern im Vorschulalter und Grundschüler aus eigener Erfahrung. Bei wörtlicher Rede ist je nach handelnder Person eine angemessene Stimmlage zu wählen. Langsames und deutliches Vorlesen ist ebenso wichtig wie Sprachmelodie und Betonung. Dramatische Pausen und Lautmalereien wie Seufzer oder das Pfeifen des Windes runden das Vorlese-Erlebnis ab.

Wie man die Zuhörer in den Bann zieht, spielt denn auch eine zentrale Rolle bei den Kursen, die Stadtbücherei-Leiterin Petra Böning in der Fabi gibt. Mit Lesegewohnheiten und Lieblingslektüre der Duderstädter kennt sie sich aus. In den vergangenen Wochen seien aktuelle Beststeller wie Ken Folletts „Sturz der Titanen“ und Peter Pranges „Himmelsdiebe“ gefragt gewesen.

Die ersten Vorlesepaten hätten bereits in Kindergärten und Seniorenheimen gelesen und sich darüber hinaus zu einem Stammtisch zusammengefunden, um Leseanregungen und aktuelle Tipps auszutauschen, berichtet Fabi-Leiterin Kati Löwe. Verstärkung bekommen haben sie jetzt von Hildegard Forthmann, Karin Hellmold, Beate Hoffmann-Huch, Daniela Ludewig, Margrit Oberthür, Petra Rothkegel, Inge Schaake, Christel Waldschmidt, Gabriele Würriehausen und Irmtraud Wüstefeld.

„Es hat viel Spaß gemacht, und wir haben viel gelernt“, sind sich die Frauen einig. Für ihre Prüfung im Lesesessel haben sie die verschiedensten Bücher ausgesucht – von Literatur über die NS-Zeit über Eichsfelder Spinnstubengeschichten bis zum Fontane-Gedicht. Männer fehlen in der Runde. „Dabei könnten auch Männer gut vorlesen“, machen Böning und Löwe Mut, sich etwas zuzutrauen: „Väter und Großväter lesen ja auch ihren Kindern und Enkeln vor.“ „Ansprechende Lektüre, die Spaß macht, will man auch gerne weitergeben“, begründet Margit Oberthür ihre Motivation für das Vorlesen. Beate Hoffmann-Huch will „alte Menschen erfreuen und Kinder an das Lesen heranführen.“

Die Vorlesepaten werden in erster Linie auf Lesungen in Gruppen vorbereitet. In diesem Jahr ist ein weiterer Qualifizierungslehrgang geplant. Es gibt Nachfragen von Schulen und Seniorenheimen, aber auch Anfragen von Gruppen mittlerer Jahrgänge. Ebenfalls geplant sind Lesungen bei Kinderärzten und in Wartezimmern anderer Arztpraxen.

Die Bücher, aus denen sie vorlesen, suchen die Paten in der Regel selbst aus, lassen sich aber auch auf thematische Wünsche ein. Die Vorlese-Fortbildung ist für die Kursteilnehmer kostenlos und wird von der Bürgerstiftung Duderstadt getragen.

Vorlese-Termine vermitteln die Familienbildungsstätte, Telefon 05527/941037, und die Stadtbücherei, Telefon 05527/941037.

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