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Vorsatz im neuen Jahr: „Der Speck muss weg“

Radikal-Diäten machen dick Vorsatz im neuen Jahr: „Der Speck muss weg“

Heiligabend, Weihnachten und Neujahr – den Feiertagsmarathon hat man hinter sich gebracht, doch die ernährungstechnischen Pendants dieser unlängst vergangenen Feste, Würstchen, Gänsebraten und Fondue, hängen vielen noch in unangenehmer Art und Weise nach.

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Wenn der Pansen Falten wirft: Nach den Feiertagen ertastet der prüfende Griff an die Hüfte das ein oder andere Fettpolster.

Quelle: Blank

Alle Jahre wieder ist es dann an der Zeit den Neujahrsvorsatz hervorzuholen: „Der Speck muss weg.“ Wie das am besten funktioniert, hat das Tageblatt zwei Eichsfelder Experten gefragt.

Anja Brinkmann, selbständige Ökotrophologin aus Osterode und Ernährungsberaterin im Duderstädter Fitnessstudio Injoy, weiß worauf es ankommt, wenn der „Winterspeck“ schmelzen soll. Alle Diät-Versprechungen, Wunderpillen und Radikal-Kuren nützen nichts, wenn der Gürtel dauerhaft enger geschnallt werden soll. „Bei jeder starken Diät fährt der Körper sein Notprogramm hoch und fängt an, Energie zu sparen. Er baut Muskelgewebe ab, da es Energie verbraucht, und senkt somit auch gleichzeitig seinen Grundenergieumsatz“, so Brinkmann.

Wenn die so geschrumpften Muskeln und der niedrige Energieumsatz, der nach einer 14-tägigen Extrem-Diät schon mal von einem Tagesbedarf an 1500 Kalorien auf 1300 Kalorien sinken kann, auf alte Essgewohnheiten treffen, stellt sich der berühmte „Jojo-Effekt“ ein. Der Waagenzeiger nimmt schnell wieder Kurs in die andere Richtung und dringt in ungekannte Höhen vor. Damit das oft ungeliebte Gerät vor einem Fenster-Sturz bewahrt bleibt, schwört die Expertin auf eine alte Weisheit: Gesunde Ernährung und Sport. Auch den zwei, drei Pfündchen Feiertagsspeck solle nicht mit rigoroser Härte entgegengewirkt werden: „Diäten machen dick. Das ist ein Teufelskreis. Eine große Wirkung kann schon mit kleinen Mitteln erreicht werden. Legen Sie einfach täglich einen kurzen Spaziergang ein, bei dem Sie ein wenig ins Schwitzen kommen. Es genügt schon eine halbe Stunde. Oder alle zwei Tage für eine Stunde zügig gehen. Das Ergebnis ist Ihnen sicher“, meint Brinkmann.

Auch Iris Hellmold, Ernährungsberaterin aus Nesselröden, weiß, dass es nicht einfach ist, den inneren „Schweinehund“ zu überwinden: „Kleine Schritte sind wichtig, nichts übers Knie brechen. Nur zweimal die Woche Fleisch essen zum Beispiel und regelmäßige Bewegung sind ein Anfang.“ Wichtig für eine gesunde Ernährung sei vor allen Dingen, sich Zeit zu nehmen: „Viele kommen von der Arbeit nach Hause und reißen irgendein Fertigprodukt auf, weil sie zum Kochen keine Lust haben. Gesund essen heißt aber auch auf die saisonalen und die regionalen Angebote zu schauen.“ Wer diese Ratschläge beherzigt, kann sich ruhigen Gewissens auf Osterfest und Feiertagsschmaus freuen.

Von Anna Kleimann

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