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Regelungen für den eigenen Tod

Vortragsreihe „Abendvisite“ in St. Martini Regelungen für den eigenen Tod

Mit dem Thema Tod - und zwar dem eigenen - haben sich mehr als 200 Besucher bei der Vortragsreihe „Abendvisite“ im Krankenhaus St. Martini beschäftigt. Die Rechtsanwältin Ingrid Alsleben referierte über Patientenverfügungen und Versorgungsvollmachten.

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Quelle: R

Duderstadt. Lapidar formulierte Wünsche für das eigene Lebensende könnten schnell Anlass zu einem Rechtsstreit geben, warnte Alsleben vor Blauäugigkeit bei der Patientenverfügung. Wenn man körperlich oder geistig selbst nicht mehr fähig ist, Entscheidungen über medizinische Eingriffe, seine Wohnung oder das Haustier zu treffen, tut es ein anderer. Wer keinen Bevollmächtigten hat, dem werde ein Betreuer vom Gericht bestimmt, klärte Alsleben über die juristischen Fakten auf.

Anhand von anschaulichen Beispielen erklärte Alsleben zunächst, worauf bei der Bestimmung eines Bevollmächtigten zu achten sei. „Oft wird der Ehepartner bevollmächtigt. Allerdings altert der ebenfalls und ist vielleicht selbst nicht mehr fähig, die Wünsche umzusetzen, wenn es soweit ist“, sagte die Fachfrau und empfahl mindestens zwei Bevollmächtigte, deren Verhältnis zueinander aber ebenso juristisch geregelt werden müsse. Heute müssten Versorgungsvollmachten nicht mehr notariell beglaubigt werden, „eine Beurkundung durch die Betreuungsstelle des Landkreises reicht“, sagte Alsleben. Rechtliche Beratung sei in allen Fällen das A und O.

Das gelte auch für die Patientenverfügung. Diese beinhalte die Wünsche des Verfassers, die der Bevollmächtigte dann umzusetzen habe. „Ein wichtiger Grund für eine Patientenverfügung ist die Entlastung der Angehörigen. Denen wird die Last genommen, am Lebensende des Familienmitglieds selbst entscheiden zu müssen, was das beste wäre“, plädierte Alsleben für die schriftlich festgelegten Wünsche des Betroffenen. Außerdem sollte die Verfügung unbedingt ein paar persönliche Worte enthalten, die das eigene Werteempfinden, Ängste oder Vorlieben verdeutlichen. So könne auch im Falle eines Rechtsstreits leichter entschieden werden, was der Betroffene wirklich wollte. Schließlich gab Alsleben noch ein paar Tipps für weitere Beratung, die auch Hospizvereine oder die Caritas anbieten, in Duderstadt Lydia Ballhausen.

Da wegen des großen Andrangs einige Interessierte keinen Platz gefunden hatten, soll die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden. Der Termin werde rechtzeitig bekannt gegeben, sagt Krankenhausleiter Markus Kohlstedde.

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