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WDB fordert neue Regeln für Sanierung historischer Gebäude in Duderstadt

Revolution in Satzungsform WDB fordert neue Regeln für Sanierung historischer Gebäude in Duderstadt

Eine städtebauliche Revolution verbirgt sich hinter einem bürokratischen Titel: Die Überarbeitung der Gestaltungssatzung für die Duderstädter Innenstadt fordert die WDB-Fraktion in Orts- und Stadtrat. Im Ergebnis wollen die Freien Wähler Duderstadts nicht weniger als die Anpassung örtlicher Bau- und Denkmalschutzvorschriften an die Bedürfnisse der Bewohner historischer Fachwerkgebäude.

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Fachwerk-Sanierung: Praktikable Lösungen statt reiner Lehre.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Veraltete Regelungen sollen an die Entwicklungen im Bauhandwerk angepasst, starre Vorschriften gelockert, pragmatische Lösungen möglich werden.

Die gültige Satzung stamme aus dem Jahr 1986 , begründete WDB-Fraktionschef Lothar Dinges im Ortsrat den Handlungsbedarf. Die Vorschläge seiner Fraktion zielten darauf ab, von Fachleuten eine neue Bauvorschrift über die Gestaltung der Altstadt von Duderstadt erarbeiten zu lassen. Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) warf ein, Sanierungen von Fachwerkgebäuden müssten in Zukunft bezahlbar bleiben. Das nutzte Dinges für die Klarstellung, es gehe beim WDB-Vorschlag gerade darum, „ die Satzung an die Realitäten anzupassen “. Als Richtschnur dafür formulierte Dinges die Formel „praktikable Lösungen statt reiner Lehre“.

Liste mit Anregungen

Die WDB legte zunächst im Ortsrat und danach im Stadtrat eine Liste mit Anregungen vor. In welche Richtung die Neufassung der Gestaltungssatzung gehen soll, wird aus diesen, teils als Frage formulierten Punkten deutlich.

So wehren sich die Freien Wähler  gegen den zwingenden Einbau von Sprossenfenstern . Auch bei der Farbgebung plädiert die WDB für eine pragmatischere Sichtweise. Den Anbau modern gestalteter Gebäudeteile sieht die WDB-Fraktion mit Verweis auf das Westerturm-Ensemble im Einzelfall als vereinbar mit dem Verständnis eines Baudenkmals. Sie gehen auch so weit, nach dem Abriss eines geschädigten Gebäudes beim Neubau statt eines nachempfunden, historisierenden Fachwerkhauses einen Neubau zuzulassen, sofern er sich ins Ortsbild einfügt. „Hier kommt es immer auf die Qualität des Neubaus an“, schreibt die WDB in ihren Anregungen.

Der Ortsrat stimmte dem Antrag auf Überarbeitung der Gestaltungssatzung einstimmig zu. Im Stadtrat wurde das Thema vorerst vertagt.

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Der größte Schatz Duderstadts sind mehr als 500 Fachwerkhäuser und ein nahezu vollständig erhaltener mittelalterlicher Stadtgrundriss. Die Kernstadt innerhalb der Stadtmauer mit einem der ältesten Rathäuser Deutschlands ist Wahrzeichen und der touristische Magnet für die Stadt.

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