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Wächter am Brehmestrand in der Duderstädter Innenstadt

Hilmer löst Friedrich ab Wächter am Brehmestrand in der Duderstädter Innenstadt

„Mein Duderstadt am Brehmestrand“ lautet die erste Zeile der Duderstädter Hymne, die einst Heimatdichter Karl Wüstefeld (1857-1937) zu Papier brachte. Gemeint ist allerdings nicht der Strand im Urlaubssinn, sondern der Brehmelauf mitten durch die Duderstädter Innenstadt, der seit 1994 wieder freigelegt ist.

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Dort fängt sich der Unrat: Hilmer (links) und Friedrich an einem der Brehme-Ablaufgitter.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Und der muss regelmäßig überwacht und gereinigt werden – zweimal täglich, auch an Sonn- und Feiertagen. Seit Beginn des Jahres hat Manfred Hilmer diese Aufgabe übernommen.

Der 42-jährige Gerblingeröder, seit rund zwei Jahren Mitarbeiter beim Duderstädter Bauhof und bislang als Wallläufer für die Sauberkeit von Duderstadts Grüner Lunge zuständig, muss täglich den gesamten Brehmelauf im Blick haben. Über 2,2 Kilometer – vom Ortsausgang Ecklingerode bis zum Westerturm – erstreckt sich Hilmers neues Einsatzgebiet.

Lediglich die 250 Meter zwischen Obertorteich und St.-Cyriakus-Kirche verlaufen unterirdisch und sind damit seinem Blick entzogen.

Dass die Betreuung des Fließgewässers nicht nur die Beseitigung des Unrats beinhaltet, weiß auch der Westeröder Ewald Friedrich. Der 74-Jährige wachte mehr als ein Jahrzehnt über den Brehmelauf, reinigte ihn regelmäßig und trug so seinen Teil zur Attraktivität der Innenstadt bei.

Einführung in die Aufgaben

Mit seinem Nachfolger Manfred Hilmer unternahm er in den vergangenen Tagen ausgedehnte Brehme-Märsche und wies ihn in seine neuen Aufgaben ein. Unter anderem drei Abschläge – künstlich geschaffene Abläufe, die das Wasser bei Verstopfung in umliegende Gräben leiten – müssen täglich inspiziert und dafür teils schwere Gullydeckel hochgehievt werden.

Besonders zeitintensiv ist aber die Reinigung des Wasserlaufs. „Gerade wenn es windig ist oder viel Laub anfällt“, weiß Friedrich, der während seiner aktiven Brehme-Zeit aber auch tonnenweise Unrat aus dem Wasserbett gefischt hat.

„Am schlimmsten sind die Plastikbecher“, informiert er seinen Nachfolger. Manchmal aber, so Friedrich, verstecke sich sogar Wertvolles im oft achtlos entsorgten Müll: „Ich habe mal eine dicke Forelle im Kanaleimer und einen an der Seitenwand des Brehmelaufs klebenden 50-Euro-Schein gefunden.“

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