Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Wallbäume nur noch wenige Jahre standsicher

Stadtwall Wallbäume nur noch wenige Jahre standsicher

Um die alten Bäume auf dem Duderstädter Wall steht es nicht zum Besten. Einige Wallabschnitte werden zurzeit von Fachhochschulstudenten unter die Lupe genommen. Fast alle Bäume seien in kritischem Zustand, stellt ihr Professor fest.

Voriger Artikel
150 Schüler zu Helfern ausgebildet
Nächster Artikel
Borchard wird Oberfeuerwehrfrau

Hubwagen-Einsatz auf dem Stadtwall: Studenten untersuchen Folgeschäden an Kappstellen im Baumkronenbereich.

Quelle: Blank

Rund 360 Bäume, überwiegend Linden und Kastanien, stehen auf dem 500 Jahre alten Duderstädter Stadtwall. Das Natur- und Kulturdenkmal ist jetzt erneut zum Studienobjekt der Göttinger Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) geworden. Studenten des Studienganges Arboristik (Baumkunde) untersuchen zurzeit die alten Bäume, von denen viele nachhaltig geschädigt sind, auf ihre Stand- und Verkehrssicherheit. Haftungsrechtlich haben die Gutachten keine Auswirkungen, werden aber der Stadt Duderstadt als zusätzliche Orientierungshilfe zur Verfügung gestellt. 

Schon bevor die Studenten den Sommerlinden und Rosskastanien mit Messgeräten zu Stamme rückten, die die Reststärke des gesunden Holzes  und Fäulnisstellen ermitteln, erteilte Professor Ulrich Weihs den Bäumen sehr schlechte Noten. Denn ihr maroder Zustand ist nicht zu übersehen. Die meisten alten Bäume würden unter den Nachwirkungen der Kappungswelle vergangener Jahrzehnte leiden, sagt Weihs und geht von einer Reststandzeit von rund einem Jahrzehnt aus. 

Nachpflanzungen angeregt

Der Erhalt der Bäume sei durch baumpflegerische Maßnahmen wie Seilverbindungen zur Kronensicherung möglich,  aber kostenintensiv. „Eine phasenweise Erneuerung ganzer Abschnitte bietet sich an“, meint Weihs. „Nachhaltiger als eine Verlängerung der Restlebensdauer sind Nachpflanzungen“, stimmt der städtische Baumexperte Frank Widera fachlich zu, hält aber die Erneuerung ganzer Abschnitte politisch für nicht durchsetzbar. Bereits seit Jahren würden  einzelne nicht mehr standsichere Bäume sukzessive ersetzt – ein normaler Vorgang an einem extremen Standort. 

Nachpflanzungen, so Widera, habe es schon seit Generationen gegeben: „Darum gibt es auf dem Wall auch Bäume jeden Alters“. Vorrang habe die Sicherheit, da der Wall als beliebte Jogging- und Spazierstrecke einen enormen Freizeitwert habe.

                                                                                                                                 Von Kuno Mahnkopf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Duderstadt
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt