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Wanderungen: Frost lässt Kröten kalt

Verlängerte Winterstarre Wanderungen: Frost lässt Kröten kalt

Die Kröten lassen sich in diesem Jahr Zeit mit ihren Wanderungen. Ob an den Thiershäuser Teichen mit der größten Krötenpopulation im Ostkreis, oder zwischen Fuhrbach und Brochthausen: Die Krötenfangzäune – wie die Osterfeuer seit Jahren in den Händen bewährter Helfer – stehen schon seit Wochen, setzen aber allenfalls Raureif an.

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Quelle: dpa

Eichsfeld. Die Naturschützer, die Jahr für Jahr an Straßenrändern die Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichgewässern einsammeln, müssen sich weiter in Geduld üben. Wie die wechselwarmen Tiere warten auch sie auf den Wetterwechsel. Anders als die vom späten Winter überraschten Zugvögel kommen die Amphibien allerdings mit der anhaltenden Kälte klar.

„Wenn sie welche hätten, würden sie mit den Zähnen klappern“, scherzt Herbert Eggers. Zugleich gibt der Sachgebietsleiter im Umweltamt des Landkreises Göttingen aber Entwarnung. Denn die Kälte lässt Kröten und Frösche, die keine innere Uhr haben und über die Außentemperatur gesteuert werden, buchstäblich kalt. „Sie verlängern einfach ihre Winterstarre“, sagt Eggers: „Die meisten Tiere werden überleben, die Schwächsten auf der Strecke bleiben. Das würde aber auch in normalen Wintern geschehen.“

Wanderung wahrscheinlich nach Ostern

Je nach Wetterverlauf variiere der Zeitpunkt von Jahr zu Jahr, in der Regel erfolge die Amphibienwanderung aber in der ersten Märzwoche, berichtet Eggers. Die aktuelle Situation sei für die Kröten besser als ein frühes Frühlingserwachen, dem eine Frostperiode folgt. Solange ihre „Betriebstemperatur“ nicht erreicht wird, verharren die Tiere in Spalten, Hohlräumen und Erdlöchern. Sobald die Temperaturen über fünf Grad steigen – und damit rechnet Eggers nach Ostern – setzt bei ausreichend feuchtem Wetter die Wanderung ein, zumeist in den Abendstunden. Und dann wird auch wieder die Straße „Auf dem Osterberg“ in Bilshausen gesperrt, an anderen gefährdeten Strecken nächtliche Tempolimits verhängt.

Sorgen bereiten der unteren Naturschutzbehörde nicht die Kröten, sondern die Zugvögel. „Die Folgen des späten Wintereinbruchs für die Vogelwelt sind dramatisch“, sagt Eggers und appelliert, sich den erschöpften Tieren nicht zu nähern: „Der Stress kostet Energie und viele  Vögel letztlich das Leben.“

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Teilweise Straßensperrungen

Freitag ist meteorologischer Frühlingsanfang. Es wird wieder wärmer und feuchter. Sobald die Temperaturen über fünf Grad klettern, beginnen Erdkröten, Grasfrösche, Molche und andere Amphibien damit, zu ihren Laichgewässern zu wandern. Was als harmlose Wanderung zur Fortpflanzung beginnt, endet jedoch für viele Tiere tödlich auf der Straße.

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