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Warnung: Abofalle bei der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE)

Doris Trümper Warnung: Abofalle bei der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE)

Das Schreiben sieht offiziell aus. Auf dem Briefkopf steht „Gewerbeauskunft-Zentrale.de – Erfassung gewerblicher Einträge“. Hätte Doris Trümper aus Rollshausen das Schreiben, das sie Mitte Januar in ihrem Briefkasten fand, nicht erst einmal beiseite gelegt, dann hätte sie es vielleicht sogar unterschrieben und nach Düsseldorf zurückgeschickt.

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Warnt: Doris Trümper vom Gymnastikverein Rollshausen.

Quelle: Thiele

Rollshausen . Da nämlich sitzt die GWE GmbH Gewerbeauskunft-Zentrale – und die ist ganz und gar nicht offiziell, sondern offensichtlich nur ein schwarzes Schaf unter vielen.

Die Niedersächsische Verbraucherzentrale weist auf ihrer Homepage auf folgendes hi n: „Hinter einem offiziell anmutenden Schreiben der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH verbirgt sich eine Abofalle. Vor allem kleine Unternehmen, Institutionen und Gewerbetreibende sind bereits auf das kostenpflichtige Angebot eines Gewerbeeintrags auf der Domain gewerbeauskunft-zentrale.de hereingefallen“.

Gewerbetreibende, die ursprünglich glaubten, es handele sich um einen kostenlosen Brancheneintrag, müssten später feststellen, dass sie bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren 956,40 Euro zuzüglich Umsatzsteuer „für einen überflüssigen Eintrag in einem kaum bekannten Online-Firmenregister“ zahlen sollen.

Trümper bekam das Schreiben der GWE in ihrer Funktion als Vorsitzende des Gymnastikvereins Rollshausen und möchte nun andere Vereine und Bürger davor warnen. „Wenn nur 50 von 1000 unterschreiben, hat sich das für die doch schon gelohnt“, sagt die Eichsfelderin, die erschrocken war, wie seriös das Schreiben auf den ersten Blick wirkte. Der hohe Geldbetrag im Kleingedruckten machte sie dann aber doch stutzig. „Ich habe mir gesagt, wenn die was wollen, melden sie sich nochmal und den Brief weggelegt“, so Trümper.

Betroffene sollten sich laut der Niedersächsischen Verbraucherzentrale an ihre örtlichen Berufsverbände, die IHK und Handwerkskammern wenden. Ist das Formular unterschrieben, sollte man sich darauf berufen, dass kein Vertrag zustande gekommen ist, weil die Kostenpflicht der Leistung nicht eindeutig ersichtlich war, und sich rechtlich beraten lassen.

Von Kristin Kunze

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