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Waschbären weiterhin auf dem Vormarsch

Abschüsse verdoppelt Waschbären weiterhin auf dem Vormarsch

Der Waschbär erobert immer mehr auch das Eichsfeld. Das belegen in deutlicher Weise die Abschusszahlen des vergangenen Jagdjahres.

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Erobert das Eichsfeld: Die Waschbären-Population steigt nicht nur in den Wäldern, sondern auch im Umfeld der Städte.

Quelle: Herrmann

Hatten die Jäger im Eichsfeld im Vorjahr noch 130 der possierlichen anmutenden Bären erlegt, so waren es im vergangenen Jagdjahr bereits 245, was fast einer Verdoppelung entspricht. Mit einem weiteren Anstieg der Waschbärpopulation ist wohl zu rechnen.

Einen Bericht über die Jagdstrecke für das Jagdjahr 2010/11 im Untereichsfeld hatte der stellvertretenden Kreisjägermeister Ulrich Cieslak während der traditionsreichen Hegeschau gegeben, die auch in diesem Jahr wieder im Seulinger Bürgerhaus aufgebaut wurde. Was das Rehwild angehe, erläuterte Cieslak, lägen die tatsächlichen Abschüsse deutlich hinter den jeweiligen Planungen, dennoch sei die Strecke mit 264 erlegten Böcken und 264 Ricken vom Geschlechterverhältnis her ausgeglichen gewesen. Auffallend sei allerdings der hohe Anteil an Fallwild von 20 Prozent.

Beim Schwarzwild wurde die zweithöchste Strecke mit 309 Tieren geschossen. Die Altersstruktur sei zufriedenstellend, so Cieslak. Die Fuchsstrecke nahm mit insgesamt 576 erlegten Füchsen zu. Das sind 68 mehr als im Vorjahr. Die Dachsstrecke war trotz verlängerter Jagdzeit erst rückläufig, stieg dann aber doch an. Es wurden insgesamt 138 Dachse geschossen.

Wie Cieslak betonte, hätten die Waidgenossen im vergangenen Jagdjahr 170 Hasen erlegt. Allerdings sei Zurückhaltung bei der Bejagung von Meister Lampe geboten, denn die Bestände sollten doch noch zunehmen. Nahezu unverändert präsentieren sich die Abschüsse 2010 beim Federwild. Im Anschluss konnte Cieslak noch Ehrenzeichen für besondere Jagderfolge überreichen: Ein Goldener Bruch ging an Wolfgang Schmidt vom Revier Seulingen-Süd. Silberne Brüche erhielten Sebastian Kemmling (Gieboldehausen II), Karl Wüstefeld (Hübenthal) und Alfred Ballhausen (Brochthausen). Ein Bronzener Bruch ging an Christian Troll (Hilkerode). Ausgezeichnet wurden außerdem Karl-Heinz Grünewald (Hilkerode) für 40-jährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft sowie Raimund Goldmann (Seeburg) Udo Bernd (Renshausen) und Hermann Schütte (Beienrode) für 25-Jährige Mitgliedschaft.

Referent der Hegeschau war Holger Keil, der das Projekt „Grünes Band“ vorstellte, das im Abschnitt Eichsfeld-Werratal von der Sielmann-Stiftung betreut wird. Das Projektgebiet umfasst 31 399 Hektar und erstreckt sich über drei Bundesländer: Niedersachsen, Thüringen und Hessen. Dieser Bereich soll für den Naturschutz dauerhaft gesichert werden und ist Teil eines größeren Biotopverbundes.

Von Sebastian Rübbert

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Im Eichsfeld

Sie punkten mit ihrem putzigen Aussehen, sind aber auf dem besten Weg, im Eichsfeld zur plündernden Plage zu werden. Waschbären sind nachtaktiv, Allesfresser und schwer zu bejagen, vermehren sich rasant, plündern Vogelnester, dezimieren das Niederwild und haben keine natürlichen Feinde – mit Ausnahme des seltenen Uhus. Der Streckenbericht der Jägerschaft Duderstadt spricht Bände.

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