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Welpen sollen keine „Weihnachts-Waisen“ sein

Tiere sind keine Geschenke Welpen sollen keine „Weihnachts-Waisen“ sein

Wenn Geschenkpapier und Schleifen abgerissen sind, der Weihnachtsbaum bereits die Nadeln verliert und die Silvesterböller als Müllreste im Rinnstein liegen, dann ist das Haustier immer noch da. Passend zu den Festtagen als süßes, weil junges Präsent gekauft, verstört es manche bereits nach wenigen Tagen seiner Anwesenheit durch sein Bedürfnis nach Pflege und Zuwendung. Und landet auf der Straße.

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Sollen nicht weggeworfen werden: Wenige Wochen alte Labrador-Retriever-Welpen aus Desingerode.

Quelle: Schauenberg

Züchterin Sabine Künnemann aus Desingerode möchte nicht, dass das mit ihren Welpen passiert. Ihre Labrador-Retriever-Hündin Shiny hat Anfang Dezember sechs kleine Fellknäuel in die Welt gesetzt – zwei schwarze und vier blonde Welpen. Die ganze Familie kümmert sich um die Aufzucht der Kleinen. Erst Ende Januar will Künnemann die tierischen Babys zum Verkauf freigeben – aus gutem Grund. Sie sollten keine Weihnachtsgeschenke sein.

Die Tierfreundin weiß, dass jedes Jahr um diese Zeit zum Geschenk degradierte Hunde, Katzen, Kaninchen und andere häusliche Arten ihr Obdach verlieren und schlimmstenfalls eingepfercht in einen Pappkarton im nächsten Park abgeladen werden, weil ihre Besitzer von den Bedürfnissen ihrer neuen Familienmitglieder überfordert sind.

Ein Berliner Tierheim machte kürzlich mit 16 gefundenen „Weihnachts-Waisen“ Schlagzeilen. Künnemann hat selbst einmal einen Fundhund in Pflege genommen. „Wir vermuten, dass die Besitzer Nachwuchs bekommen haben, denn er hatte Angst vor Kinderwagen“, erzählt die 43-Jährige. Auch einer verwahrlosten Katze hat sie schon Unterschlupf geboten.

Die Interessenten für die kleinen Welpen werden daher bei den Künnemanns ganz besonders unter die Lupe genommen. Wichtig findet die Züchterin dabei einen guten Kontakt zu den Käufern. „Wenn jemand viel Zeit investiert und die Welpen vorher schon oft besucht, knuddelt und mit ihnen in den Garten geht, ist das ein sehr gutes Zeichen“, erzählt sie.

In einem Gespräch fühlt Künnemann dann den Hundefreunden auf den Zahn und findet heraus, ob sie auch wirklich als Halter in Frage kommen. „Ausschlusskriterium ist für uns auf jeden Fall eine Zwingerhaltung“, sagt sie.

Im Tierheim Duderstadt wurde am Mittwoch eine ältere Yorkshire-Terrier-Dame (ungefähr zehn Jahre) abgegeben, gefunden in der Brehmer Feldflur.Niemand scheint sie zu vermissen. Auch nicht mehr haben wollte ein Besitzer seinen Spitz-Mischling und ließ den vierjährigen Diego mit der Begründung im Tierheim zurück, er reagiere aggressiv auf Menschen, erzählt Helferin Hanna Bickmeyer. „Das stimmt aber gar nicht“, sagt sie mit Blick auf den lebhaften Rüden. Der wahre Grund ist wohl eher ein Umzug.

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Fox und Terry allein in der Feldflur
Sind vorerst im Duderstädter Tierheim untergebracht: die beiden Fundhunde Fox (links) und Terry.

Er ist vier bis fünf Jahre alt, sie vielleicht zwölf Monate. Fox und Terry heißen die beiden Fundhunde, die im Tierheim Duderstadt ein neues und hoffentlich nur vorübergehendes Zuhause gefunden haben.

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