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Wenn die Seelen auf Wanderschaft gehen

Halloween Wenn die Seelen auf Wanderschaft gehen

Am heutigen Mittwoch ist es wieder soweit: Verstorbene, die im letzten Jahr aus der irdischen Welt verschieden sind, Geister und Dämonen entsteigen dem Totenreich, ziehen in der Nacht umher und erschrecken die Lebenden. So will es zumindest die irische Mythologie, in der die Bräuche rund um „Halloween“ ihren Ursprung haben.

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Ausgehöhlte Panzerbeere: Wenn am 31. Oktober Halloween gefeiert wird, sollen Kürbislaternen „böse Geister“ fernhalten.

Quelle: US

Fester Bestandteil des gruseligen Festes sind die obligatorischen Kürbisse, die – ausgehöhlt und zur Laterne verwandelt – „böse Wesen“ abschrecken sollen. In der Gärtnerei Manegold haben die Früchte der krautigen Herbstpflanze Hochkonjunktur.

„Die Sorte, die viele Kunden wählen, um nach dem Aushöhlen Teelichter hineinzustellen oder einfach um damit zu dekorieren ist der Hokkaidokürbis. Der kommt aus Japan und hat eine besonders stabile Schale“, erklärt Stefan Manegold, Gärtnermeister im Fachbereich Gemüsebau bei dem Seulinger Familienbetrieb. Ein weiterer Vorteil der kompakten Fruchthülle sei, dass man sie ohne Probleme mitessen könne. Mit dem leicht nussig schmeckenden Hokkaidokürbis, der über kaum faseriges Fruchtfleisch verfügt, könne man also ohne lästiges Schälen leckere Suppen kochen. Ob die einladend duftende Flüssigmahlzeit dann die untote Geisterwelt eher anzieht als abschreckt, bleibt allerdings dahingestellt. Zumindest körperlose Gestalten könnten ihre Schwierigkeiten damit haben, auf ein Friedensangebot in Form von Nahrungsaufnahme einzugehen.

Wer eher die klassische Variation der rundlichen Panzerbeere bevorzugt, wähle den „Roten oder Gelben Zentner“, sagt Manegold. Vor allem der sonnenfarbene Riesenkürbis der Gattung „Curcubita maxima“ kann ein Gewicht von bis zu 30 Kilogramm erreichen. Was er dem Hokkaido allerdings an Leibesmasse voraus hat, büßt er geschmacklich wieder ein. Dafür werde die Kürbissorte gerne zum Einlegen oder für die Marmeladenproduktion verwendet, so Manegold. Die kugeligen und kernreichen Früchte bekommt man in der Seulinger Gärtnerei noch bis November.Auch fertig eingekochte Marmeladen nach dem Rezept von Leandra Schneider sind dort erhältlich.

Halloweenfeiernde Gärtnermeister sucht man bei Manegold allerdings vergebens – hier bleibt der Kürbis ein Kürbis und seine Schale wird nach dem Verzehr der Innereien ihrem natürlichen biologischen Zersetzungsprozess überlassen. „Ich denke, Halloween ist, ähnlich wie Weihnachten, in erster Linie ein Verkaufsargument. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das hier irgendjemand ernsthaft lebt. Aus dem Eichsfeld kenne ich den Brauch so nicht und ich habe dafür eigentlich auch nichts übrig“, gibt sich Stefan Manegold eher nüchtern gegenüber der modernen Mystik. Und vielleicht hat ja der ein oder andere „Geisterseher“ auch einfach nur eine nicht mehr ganz so frische Frucht erwischt.

Kürbismarmelade
Einen Liter Saft aus frischen Orangen pressen und 1,5 Kilo gewürfelten Gelben Zentner pürieren. Das Fruchtfleischpüree, den Saft und etwas Zitronensäure zusammen unter stetigem Rühren vorsichtig weichkochen. Dann drei Päckchen Gelierzucker dazugeben und im Verhältnis 2:1 aufkochen. Für eine etwas andere Geschmacksnote können statt der Orangen auch Kiwis verwendet werden. Dazu werden ungefähr 800 Gramm Fruchtfleisch aus zirka zehn Kiwifrüchten und zwei Kilo Gelber Zentner verwendet. „Die zwei Sorten verkaufe ich wie geschnitten Brot“, verrät Marktfrau und Marmeladenköchin Leandra Schneider.

Von Anna Kleimann

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