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Wildschweine verwüsten Golfplatz Rittergut Rothenbergerhaus

Elektrozaun soll helfen Wildschweine verwüsten Golfplatz Rittergut Rothenbergerhaus

Erst mussten die Golfer wegen des langen Winters auf den Saisonstart warten. Dann wurde er ihnen auch noch durch die ebenfalls frühlingshungrigen Wildschweine „versaut“. Auf den am Waldrand gelegenen Bahnen 14 bis 17 des Golfclubs Rittergut Rothenbergerhaus mit seinen 550 Mitgliedern und vielen Tagesgästen leisteten die Schwarzkittel ganze Wühl-Arbeit.

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Umgefräst und neu eingesät: An Bahn 16 des Golfplatzes bei Brochthausen haben wühlende Wildschweine ganze Arbeit geleistet.

Quelle: Thiele

Brochthausen. Auf der Suche nach Würmern und Engerlingen verschmähten sie die Naturausgleichsflächen des 70 Hektar großen Geländes und stürzten sich stattdessen auf das saftige Grün. Ein Alptraum für jeden Greenkeeper, der den Rasen täglich millimetergenau mäht.
Besonders gravierend waren die Schäden auf Bahn 16 und 17.

Die Flächen dort mussten aus dem Spielbetrieb genommen, umgefräst und neu eingesät werden. Blaue Holzpflöcke zeigen jetzt dort „ground under repair“ an. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Tümpel, in dem sich die Wildschweine gerne suhlen.

Um die Tiere künftig fernzuhalten, haben die Golfplatzbetreiber Johanna und Constantin Elsner von der Malsburg am Waldrand einen zwei Kilometer langen Elekrozaun ziehen lassen. Da es sich um ihr eigenes Jagdrevier handelt, haben sie den Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro selbst beheben lassen.

In den Vorjahren hat es auf dem 1994 von Eva-Maria und Klaus Schulze-Niehoff eröffneten und 1998 auf 18 Löcher komplettierten Golfgelände immer wieder einmal Probleme mit Wildschweinen gegeben, die sich allerdings deutlich in Grenzen hielten. In der Umgebung des an den Hattorfer Gemeindewald angrenzenden Golfplatzes gebe es kaum Maisfelder, sagt Constantin Elsner von der Malsburg, der selbst auch Greenkeeper und Jäger ist.

Wenigstens keine Kaninchen

Der Winter sei aber lang gewesen, es habe wenig Eicheln und Bucheckern und erstmals keine Drückjagd gegeben. „Die Wildschweine sind präsenter als in der Vergangenheit“, berichtet er und hegt Bedenken, falls es Jagdverbote am Grünen Band geben werde. Im Harz seien schon ganze Vorgarten-Landschaften von Wildschweinen umgepflügt worden, ergänzt Golfclub-Pressewart Michael Falk.

Im Eichsfeld wächst die Wildschweinpopulation von Jahr zu Jahr. „Die Abschusszahlen sind nach oben geschnellt“, sagt Thomas Ehbrecht, stellvertretender Vorsitzender der Jägerschaft Duderstadt. In deren Bereich gab es im abgelaufenen Jagdjahr wie im gesamten Landkreis Göttingen einen neuen Rekord bei der Schwarzwildstrecke.

3274 Schwarzkittel wurden kreisweit zur Strecke gebracht, 427 im Raum Duderstadt. Damit ist die Schwarzwildstrecke kreisweit um 64,6 Prozent angestiegen, im Eichsfeld um 87,3 Prozent. Ehbrecht führt das auch auf die vielen Maisschläge für Biogasanlagen zurück.

Während jetzt der Elektrozaun die Wildschweine vorerst vom Golfplatz fernhalten soll, ist gegen die unter Naturschutz stehenden Maulwürfe noch kein Gras gewachsen. „Zum Glück haben wir hier zumindest keine Kaninchen“, sagt Elsner von der Malsburg und lacht. Auf dem Braunschweiger Golfplatz müsse ein Falkner gegen die vielen Kaninchen, die sich dort tummeln und ihre Löcher graben, eingesetzt werden.

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