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Windkraft in Bürgerhand findet Zustimmung

Mehr als hundert Besucher Windkraft in Bürgerhand findet Zustimmung

Über einen Bürger-Windpark als Alternative zur heftig diskutierten Vattenfall-Anlage in der Samtgemeinde Gieboldehausen (Tageblatt berichtete) hat der Kreisverband der Grünen im Gieboldehäuser Niedersachsenhof informiert. Mehr als hundert Besucher interessierten sich für das Thema „Windkraft in Bürgerhand“ und verfolgten gespannt den Bericht des Duderstädters Heinrich Schilling. Der ehrenamtliche Geschäftsführer der Eichsfelder-Windkraft-Interessen-Gesellschaft (EWIG) stellte die Entwicklung der 1994 gegründeten Gesellschaft vor, die auf dem Roten Berg bei Reinholterode sieben Windräder betreibt.

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Strom wird in der Region produziert: Sieben Windräder betreibt die EWIG-Gesellschaft auf dem Roten Berg bei Reinholterode.

Quelle: Tietzek

Über die Notwendigkeit der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen und durch lokale Energieversorgung ließ der Mingeröder Hans Georg Schwedhelm, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes, keinen Zweifel. Wenig sinnvoll sei es, nur auf Offshore-Anlagen in Ost- oder Nordsee zu setzen: „Strom sollte dort produziert werden, wo er verbraucht wird.“ Durch einen von Bürgern betriebenen Windpark bleibe das Geld in der Region. Durch die sieben EWIG-Windräder im Obereichsfeld seien bislang 194434,614 Kilogramm Kohlendioxid und 469 Kilogramm Atommüll eingespart worden, nannte Schilling in seinem Bericht einige Zahlen. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3500 Kw/h pro Haushalt versorge die EWIG-Anlage derzeit 4500 Haushalte. „Das ist der Stromverbrauch von Heiligenstadt“, so Schilling nicht ohne Stolz. Die Gesellschaft werde im Herbst 2011 zwei der ersten beiden Windräder durch ein neues ersetzen – eine Investition von rund vier Millionen Euro. Diese werde von den derzeitigen Gesellschaftern gestemmt, für die es eine durchschnittliche Rendite von acht Prozent gebe.

Auch Fleckenbürgermeister Norbert Leineweber lobte das Konzept des Bürger-Windparks. Sollten durch die von der CDU-Samtgemeinderatsfraktion auf den Weg gebrachte Potenzialanalyse natur- und menschenverträgliche Standorte im Bereich der Samtgemeinde Gieboldehausen gefunden werden, „würden wir für diese Konstruktion den roten Teppich ausrollen. Bei diesem Verfahren behalten nämlich wir die Fäden in der Hand.“ Anne Eckermann

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