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„Wir müssen etwas machen. Wir müssen helfen“

Fünftklässler sammeln Spenden „Wir müssen etwas machen. Wir müssen helfen“

Aus Erschrecken und Furcht wird Hilfsbereitschaft und Kreativität. Das haben die Lehrer der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Gieboldehausen erlebt und gefördert. Am gestrigen Freitag haben die Schüler aller fünften Klassen der Schule Spenden zugunsten der Katastrophenopfer in Japan gesammelt.

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Mit Bildern nicht allein lassen: Im Unterricht befassen sich die Schüler mit der Katastrophe, bevor sie in Geschäften Spenden sammeln.

Quelle: EF

„Die Kinder wollten es unbedingt“, berichtet Lehrerin Britta Widderich. Die Katastrophe in Japan sei im Unterricht behandelt worden, weil die Fünftklässler von den Nachrichten über Erdbeben, Tsunami und das Drama im Kernkraftwerk Fukushima in Angst und Schrecken versetzt worden seien. „Ich will noch nicht sterben“, sei einer der Sätze gewesen, nach denen das Kollegium beschlossen habe, die Schüler mit den Bildern aus Japan nicht alleine zu lassen. „Wir haben in allen Klassen darüber gesprochen, damit die Kinder das einordnen können“, berichtet Widderich. Alle Lehrer hätten mitgemacht, unabhängig davon, welches Fach sie unterrichteten.

Von den Schülern selbst sei dann der Wunsch gekommen: „Wir müssen etwas machen. Wir müssen helfen.“Die Fünftklässler hätten daraufhin Blumen gebastelt und seien unter dem Motto „Eine Blume für Japan“ mit Spendenbüchsen in Gieboldehausen losgezogen. Die Blumen hätten sie in Banken, Geschäften, Apotheken, bei Ärzten und in der Verwaltung verteilt und dafür Spenden bekommen. 600 Euro seien so innerhalb eines Vormittags zusammen gekommen. Das Geld soll ohne Abzüge an die Caritas überwiesen werden, berichtet Widderich.

„Heute ist Freitag. Da haben wir nach der fünften Stunde Schluss. Die Schüler wollen jetzt noch in ihren Heimatorten sammeln“, erklärte die Lehrerin am gestrigen Nachmittag. So gehe die Hilfe auch in den umliegenden Orten weiter. Zudem seien in einigen Geschäften Spendenboxen aufgestellt worden, sodass auch dort noch weiter Geld für die Menschen in Japan gesammelt werde, so Widderich.

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