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Zapfen können gefährlich werden

Eiseskälte Zapfen können gefährlich werden

Eisig kalt war es in der Nacht zum Mittwoch im Eichsfeld. Mehr als minus 20 Grad Celsius zeigte das Thermometer. Ein frostiger Anblick bietet sich inzwischen an vielen Dächern. Enorme Ausmaße nehmen die Eiszapfen an.

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Riesenzapfen: Am Haus von Andrea Franke in der Duderstädter Haberstraße bietet sich dieses winterliche Bild.

Quelle: Mischke

Teilweise auf eine Länge bis zu 1,50 Meter sind sie an einigen Häusern in Duderstadt angewachsen. Besonders an Erkern im Dachgeschoss von Fachwerkhäusern in der Innenstadt sind sie zu sehen. Da keine Rinnen angebracht seien, verlängere sich praktisch tropfenweise gefrierende Feuchtigkeit, erläutert Eduard Koch, Ehrenobermeister der Dachdeckerinnung. Das „Tauwetter“ trete oft an Dachgeschossen auf, die nicht besonders gut isoliert seien. Wärme aus den Untergeschossen der Wohnhäuser ziehe noch oben.
Herabfallende Eiszapfen können gefährlich werden. Aus diesem Grund sind in einer Reihe von Städten und Gemeinden bei Gefahr im Verzug Feuerwehren eingeschaltet. In der Innenstadt von Duderstadt sei am Montag die Freiwillige Feuerwehr beauftragt worden, an unzugänglichen Stellen Eiszapfen zu entfernen, berichten Annelore von Hof, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Sabine Holste-Hoffmann, Fachdienstleisterin im Ordnungsamt. An zugänglichen Stellen an privaten Häusern, seien die Eigentümer für die Beseitigung der Eiszapfen jedoch selbst zuständig. Nur bei einer allgemeinen Gefahrenlage und wenn die Eigentümer nicht in der Lage seien, die Eiszapfen selbst zu entfernen, könnte auf die Unterstützung und gegen Erstattung der Kosten auf die Feuerwehr zurückgegriffen werden.

Mit Unterstützung ihres Nachbarn Matthias Koch hat Geschäftsfrau Andrea Franke in der Haberstraße am Dienstag den Gehweg vorm Haus mit Trassierband gekennzeichnet. „Vorsicht Eiszapfen“, steht auf einem Schild. Beim Blick nach oben sind eine ganze Reihe über einen Meter lange Eiszapfen zu sehen. „Zunächst sah das ja toll aus, allmählich aber wird es gefährlich“, sagt Nachbar Koch. „Vielleicht könnten sich die betroffene Anwohner in der Innenstadt absprechen und eine Art Umlage machen“, schlägt Koch vor. Vielleicht könnten mit Hilfe der Feuerwehr dann die Eiszapfen praktisch in einem Rutsch beseitigt werden.

Von Heinz Hobrecht

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