Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Zeitumstellung kein Problem?

Umfrage Zeitumstellung kein Problem?

In der Nacht zum Sonntag, 27. März, überspringt die Braunschweiger Atomuhr eine Stunde. Sämtliche deutsche Funkuhren werden ihrem Signal folgen und sich auf die Sommerzeit umstellen. Eine zweite Stunde nach Mitternacht wird nicht existieren. Russland und Island haben sich bereits aus der Affäre gezogen und die Umstellerei eingestellt. Japan hingegen erwägt als Energiesparmaßnahme die Einführung der Sommerzeit. Das Tageblatt hat Eichsfelder gefragt, was sie vom Uhrendrehen halten.

Voriger Artikel
Verein wartet auf grünes Licht für neuen Sportplatz
Nächster Artikel
Mühsame Suche nach Helfern fast beendet

Braunschweiger Atomuhr: Sämtliche Uhren werden ihrem Sigal am Sonntag folgen.

Quelle: dpa

„Ich finde das schwachsinnig“, bezieht die 23-jährige Svenja Kasulke aus Duderstadt Position. „Ich habe zwar keine Probleme damit, aber den Nutzen daran erkenne ich nicht.“ Dabei hat die junge Frau noch Glück im Unglück: „Meine Mutter weckt mich immer, deswegen bekomme ich davon wenig mit.“ Freundin Katrin Huhnholt hingegen sagt: „Ich habe keine Funkuhren, ich muss manuell umstellen.“

Levent Akbulut aus Duderstadt findet die Zeitumstellung etwas befremdlich. In der deutschen Regelung sieht der gebürtige Türke keinen Sinn: „Ich stehe am Sonntag auf, wie an jedem anderen Tag auch.“

Die 16-jährige Linda Haupel weiß zwar, dass am Wochenende die unliebsame Änderung im Raum-Zeit-Kontinuum bevorsteht, verbindet damit aber keinerlei Gefühlsregungen: „Ich bin damit groß geworden und nehme das gar nicht so wahr.“ Warum man die Zeitumstellung, die im letzten Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feierte, überhaupt eingeführt hat, kann sich Haupel nicht erklären. „Energiesparen? Ich glaube nicht, dass das etwas dazu beiträgt.“ Damit liegt Haupel auf einer Linie mit den Erkenntnissen des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der angibt, seit Jahren keinen Spareffekt durch das Zeigerdrehen erkennen zu können. Zwar werde an hellen Sommerabenden weniger Licht eingeschaltet, dafür werde in den noch kalten Monaten März und April mehr geheizt. Außerdem mache der Lichtanteil am gesamtdeutschen Stromverbrauch durchschnittlich nur acht Prozent aus.

Wann es wieder soweit ist, dass an der Uhr gedreht werden muss, weiß Cornelia Giseler aus Duderstadt ganz genau: „Am Samstagabend stelle ich meinen Wecker eine Stunde vor.“ Mit den geschätzten zehn weiteren Uhren, die im Haus auf ihre Nachhilfe warten, lässt sich Giseler aber noch etwas Zeit. Dass die sinnentleerte Regelung wieder zurückgenommen wird, erwartet die Duderstädterin nicht: „Das halte ich für unwahrscheinlich. Es müssten ja schließlich alle EU-Länder an einem Strang ziehen.“

Von Anna Kleimann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt