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Zirkusprojekt an der Grundschule Nesselröden

111 Kinder Zirkusprojekt an der Grundschule Nesselröden

111 Kinder sitzen auf Holzbänken und schauen gespannt in die Mitte des großen Zirkuszeltes auf dem Hof der Grundschule in Nesselröden. Zwei Nachzügler krabbeln noch schnell unter der geschlossenen Eingangsplane hindurch. Alles im Zelt muss dunkel sein. Es herrscht gespannte Erwartung, das Geschnatter auf den Rängen verstummt langsam. Denn gleich beginnt die erste Durchlaufprobe. Es ist das erste Mal, dass die Kinder ihre in den vergangenen Tagen erlernten Kunststücke im Zirkuszelt zeigen können und sehen, was ihre Schulkameraden auf die Beine gestellt haben.

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Gemeinsam stark: Die Grundschüler bieten Tricks aus der Schwerterkiste bis hin zu Drahtseilakten auf der Bühne dar.

Quelle: Pförtner

Und als es dann beginnt, sind „Ohs“ und „Ahs“ zu hören und jeder Beitrag wird mit Applaus bedacht. „Wir sind begeistert von dem Projekt“, sagt Schulleiterin Ursula Glaese-Nörthemann. Das Projekt: Das ist der Zirkus La Luna, der den Schülern innerhalb einer Woche die Möglichkeit gibt, selbst zu Artisten, Zauberern, Jongleuren oder Clowns zu werden. Die elf Betreuer des Zirkus, der sein Winterlager in der Nähe von Berlin hat, sind bereits seit vergangenem Sonnabend in Nesselröden. Seit Dienstag bringt die Truppe um Direktor Mike Rosenbach den Kindern alles bei, was sie für eine erfolgreiche Aufführung wissen müssen: In zehn gemischten Gruppen von Zauberei über den Seiltanz, Trapez, Jonglage oder der Schwarzlicht-Choreografie für die Kleinsten üben sie seitdem in allen verfügbaren Räumlichkeiten der Schule.

Jedes Kind steuert eine finanziellen Beitrag bei, auch die Stadt hat Hilfe geleistet. Ansonsten leben die Artisten – allesamt Absolventen der staatlichen Fachhochschule für Artistik in Berlin – von den Einnahmen aus den öffentlichen Vorführungen. Zwei Jahre habe man auf den Termin warten müssen, erläutert die Schulleiterin. Doch der Erfolg rechtfertige dies allemal. „Die Gemeinschaft wird gestärkt, alle Kinder stehen einmal im Rampenlicht. Dabei kommen ganz ungeahnte Fähigkeiten zutage“, schwärmt Glaese-Nörthemann.
Der Durchlauf scheint ihr Recht zu geben: Von den Trapezvirtuosen bis zur zersägten Jungfrau bieten die Kinder ein breites Spektrum mit für die Kürze der Proben erstaunlichen Resultaten. Nur hie und da muss Direktor Rosenbach korrigierend eingreifen. Und Spaß scheinen sie alle zu haben. Auch die schüchternen Kinder, die sonst selten im Mittelpunkt stünden, wie Glase-Nörthemann meint.

Heute wird es ernst: Dann hebt sich der rote Vorhang für das Publikum. „Wir sind schon ganz aufgeregt“, bekennen Thomas (7) und Felix (8) aus der Clown-Gruppe. Nur Gabriel bestreitet jede Nervosität: „Ich habe nur Lampenfieber“, sagt der Achtjährige ernst. Seinen Auftritt absolviert er mit Bravour – wie alle 111 Kinder.

Am Freitag, 25. März, (17 Uhr) und am Sonnabend, 26. März, (10 Uhr) finden Aufführungen an der Grundschule statt. Karten sind eine dreiviertel Stunde vor Beginn erhältlich.

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