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Zweiter Anlauf: Neuer Entwurf für Hundegesetz

Hundegesetzt Zweiter Anlauf: Neuer Entwurf für Hundegesetz

Auf Eichsfelder Hundehalter und solche, die sich in naher Zukunft einen vierbeinigen Gefährten zulegen wollen, kommen mit der Novellierung des niedersächsischen Hundegesetzes bald mehr Pflichten und deutlich strengere Auflagen sowie die damit verbundenen Kosten zu. Und mit der Beiß-Attacke eines Rottweilers, bei der am vergangenen Sonnabend in Sachsen-Anhalt ein dreijähriger Junge getötet wurde, bekommt das neue Regelwerk tragische Aktualität.

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Quelle: Pförtner

Das Gesetz, das noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll, sieht unter anderem vor, dass zukünftig jeder Hund ab sechs Monaten elektronisch gekennzeichnet und versichert sein muss. Darüber hinaus hat jeder Hundehalter einen so genannten Sachkundenachweis zu erbringen. Wie der in der Praxis aussehen soll, ist vom Kabinett allerdings noch nicht näher definiert worden. Doch nicht nur hiesige Hundehalter werden vor neue Herausforderungen gestellt. Auf die Stadt Duderstadt kommt mit Umsetzung und Überwachung der Paragraphen zusätzliche Arbeit in noch unbekannter Dimension zu.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Kabinett einen Gesetzentwurf vorgelegt, der landesweit von Hundehaltern und Interessensverbänden auch im Eichsfeld heftig kritisiert worden war (Tageblatt berichtete). Daraufhin war das zuständige Ministerium erst einmal zurückgerudert, um mehr Zeit für eine fachliche Überarbeitung zu haben. Fast ein Jahr später ist es soweit, auch bei der Stadt Duderstadt liegt der Entwurf für das Hundegesetz in der Version 2010 vor. Kommunen und Verbände müssen jetzt Stellung zum mehrseitigen Werk nehmen und gegebenenfalls Einwände formulieren, bevor die Gesetzesnovelle im Landtag beraten und darüber abgestimmt wird.

„Wir müssen als Kommune bis zum 20. September eine Stellungnahme abgeben“, bestätigt Annelore von Hof, Justiziarin und Fachbereichsleiterin bei der Stadt Duderstadt. Allerdings handele es sich bei dem vorliegenden Papier um einen Entwurf und nicht um die endgültige Formulierung des Gesetzes. Deshalb habe sich die Stadt mit der Umsetzung der neuen Regeln noch nicht aus-einandergesetzt. „Wir warten erst einmal ab“, so von Hof.

Während Chip und Haftpflichtversicherung bereits aus dem Entwurf 2009 übernommen wurden, ist der Hundeführerschein für Besitzer von Hunden ab 40 Zentimeter Schulterhöhe und einem Gewicht von 20 Kilo nicht mehr in der aktuellen Gesetzesvorlage enthalten. Aufatmen dürfen auch Profis: Tierärzte, Tierheimbetreiber, Führer von Dienst-, Such- und Blindenhunden sollen ebenso wie Behindertenbegleit-Hundeführer und Jagdscheininhaber von vornherein als „sachkundig“ gelten.

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