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1,8 Millionen Euro für den Sport

Schützenplatz 1,8 Millionen Euro für den Sport

Ein Anbau an die Sparkassen-Arena und eine Erweiterung des Sportparks auf dem Schützenplatz wird für die Stadt deutlich teuerer als ursprünglich geplant. Jetzt muss der Rat über die Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 1,8 Millionen Euro in zwei Nachtragshaushalten entscheiden.

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Über dem Eingang der Sparkassen-Arena würde der neue Anbau für den Mehrzweckraum entstehen.

Quelle: Göttinger Architekten Werkstatt

Göttingen. Aus einer großzügigen Förderung mit Bundesmittel wurde nichts, weil es der Stadt Göttingen finanziell zu gut geht. Damit nun trotzdem ein Parkour- und Bike-Park auf dem Schützenplatz sowie der Anbau an die Sparkassen-Arena gebaut werden können, müssen die Ratsmitglieder Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro freigeben.

Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) möchte neben einer Skater-Anlage auf dem Schützenplatz einen Parkour- und Bike-Park anlegen und zugleich auch noch an die Sparkassen-Arena anbauen. Mehr als zweieinhalb Millionen Euro sind für das Bauvorhaben veranschlagt, 90 Prozent davon sollten ursprünglich aus dem Bundesprogramm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kommen. Der Restbetrag, also zehn Prozent, wäre von der Stadt übernommen worden. So lautete der ursprüngliche Plan. Das Vorhaben zur Neugestaltung des Schützenplatzes wird für die Stadt nun deutlich teurer, weil Zuschüsse in erheblich geringerem Maße fließen werden. Das liegt daran, dass Göttingen nach der Entschuldung zu den wohlhabenden Städten gerechnet wird.

Starke Nachfrage nach Kursräumen

Der Ausbau der Sparkasse-Arena soll in Richtung Westen erfolgen. Von Säulen getragen soll ein Raum entstehen, der die Fläche des bisherigen 280 Quadratmeter großen Mehrzweckraumes über dem Foyer verdoppelt. Danach sollten 560 Quadratmeter zur Verfügung stehen, die unterschiedlich teilbar sind. Hinzu kommen noch je 50 Quadratmeter für separate Umkleiden und einen Abstellraum. „Es gibt eine starke Nachfrage an Kursräumen. Wir verbessern das Angebot für den Breiten- und Schulsport. Zudem sichern wir auch den Veranstaltungsbetrieb“, hatte Alexander Frey, Geschäftsführer der GoeSF, dem Göttinger Tageblatt im Mai mitgeteilt. Netter Nebeneffekt: So hätten dann auch die Bundesligabasketballer der BG Göttingen einen doppelt so großen Bereich für ihre Sponsoren zur Verfügung.

„Wir haben die Ratspolitik vorsorglich schon informiert“, sagt Stadtsprecher Detlef Johannson. „Im 1. Nachtragshaushaltsplan 2018 für das Jahr 2018 soll ein Anteil von 1,5 Millionen Euro an Investitionsmitteln bereitgestellt werden. Hinzu kommen noch einmal 0,3 Millionen Euro im Jahr 2019. Dem Investitionsbedarf in 2018/2019 von 1,8 Millionen Euro stehen die avisierten Bundeszuschüsse von rund 800000 Euro gegenüber. Das ist der Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat entscheiden muss.“ Folge der Rat dem Vorschlag, plane die GoeSF den Baubeginn etwa im April 2018, den Abschluss der Tief- und Rohbauarbeiten im September 2018, die Zugänglichkeit der Halle zu Veranstaltungen ab Oktober 2018 und die Fertigstellung des Innenausbaus im Anbau im Frühjahr 2019, sagte der Stadtsprecher. Die fertigen Pläne liegen bei der GoeSF schon in der Schublade.

Fraktionen beraten getrennt

Für die Ratsfraktionen besteht nun Beratungsbedarf. „Die Höhe des Zuschusses hat sich deutlich verändert“, sagt der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Christian Henze. „Das müssen wir beraten.“ Ähnlich äußert sich auch Rolf Becker, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt. „Das Projekt ist für uns wichtig, jetzt müssen wir nur sehen, wie wir es in den Haushalt hineinbekommen.“ Da passt es gut, dass beide Fraktionen, natürlich getrennt, an diesem Wochenende in Klausur gehen, um den Nachtragshaushalt zu diskutieren.

„Göttingen als Sportstadt würden sowohl Parkour- und Bike-Park als auch der Anbau der Sparkassen-Arena gut zu Gesicht stehen“, sagt Thomas Häntsch, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt und Vorsitzender des Sportausschusses. „Ich wäre dafür, doch wir müssen beraten, ob wir uns das leisten können.“

Von Frank Beckenbach

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