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100 Jahre Kampf für Gleichstellung

Weltfrauentag: Theater und Postkarten 100 Jahre Kampf für Gleichstellung

Es ging um das Recht, wählen zu dürfen. Mehr als eine Million Frauen gingen auf die Straße und lösten eine Bewegung aus, die bis heute rollt. In den meisten Ländern sind Frauen inzwischen zwar wahlberechtigt, gleichberechtigt sind sie noch lange nicht: Schlechtere Arbeitsbedingungen, niedrigere Löhne und Zwangsehen sind nur wenige Beispiele für ihre ungleiche Situation weltweit.

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Szenischer Rundgang mit „Widerstand“: Laienschauspielerin Anusch Gazarova im Alten Rathaus.

Quelle: EF

Darauf machen seit 1911 immer mehr Nationen am Internationalen Frauentag aufmerksam. Auch in Göttingen gibt es zum 100. Weltfrauentag am morgigen Dienstag, 8. März, Aktionen. Das Motto: „In Bewegung bleiben“.
„100 Jahre Frauen-Lesben-Kampftag und keine Idee von vorgestern“, „History has to be HER-Story – Geschichte wird gemacht“: Das sind zwei von mehreren Slogans zum 100. Weltfrauentag auf Postkarten, die das Göttinger Frauenforum zum Hundertjährigen in Kneipen und Cafés auslegt. Die Motive sind das Ergebnis eines Wettbewerbes. Aus mehr als 30 Vorschlägen seien die eindrucksvollsten ausgewählt worden, erklärt DGB-Gewerkschaftssekretärin Katrin Lux. Eine weitere und überraschende Karten-Botschaft daraus: Seit 2011 wird der Internationale Frauentag in Dänemark, Deutschland, Österreich und in der Schweiz zwar gefeiert, in 27 anderen Ländern aber ist er heute gesetzlicher Feiertag.

Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin hatte während einer Konferenz in Kopenhagen einen internationalen Frauentag vorgeschlagen. Zunächst wurde der Kampftag für das Frauenstimmrecht an verschiedenen Jahrestagen begangen. Nach einem Streik von Arbeiterfrauen und Bäuerinnen in St. Petersburg im Jahr 1917 wurde der 8. März als Weltfrauentag festgelegt. Er solle zum Nachdenken und zu Aktionen anregen, „damit Geschlechtergerechtigkeit gelebter Alltag wird“, sagt die Göttinger Gleichstellungsbeauftragte Christine Müller.

Zentrale Aktion der Göttinger Frauen in diesem Jahr ist neben mehr als zwölf Führungen, Diskussionen und Kulturveranstaltungen (siehe unten) das ungewöhnliche Theaterprojekt „bread and roses“. Ein szenischer Rundgang mit drei Stationen. In kurzen Monologen betrachten fünf Frauen das Thema Widerstand aus verschiedenen Perspektiven und Lebenserfahrungen, vom Widerstand gegen die Mutter bis zu politischer Unterdrückung. Die Laienschauspielerinnen leben in Göttingen, kommen aber aus fünf verschiedenen Nationen. Geschrieben wurden ihre Monologe mit biografischen Zügen von Luise Rist und Nina de la Chevallerie vom Göttinger „boat people projekt“.

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Frühstück und Programm

Der Duft von frischen Brötchen und Kaffee umwarb die Nasen der Frauen, die am gestrigen Freitag das Frauenfrühstück im Rathaus besuchten. „Guten Morgen, meine lieben Frauen, und alles Gute zum Frauentag“ begrüßte Gleichstellungsbeauftragte Evelyn Stellhorn die zirka 180 anwesenden Frauen im Bürgersaal des Rathauses.

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