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100 Jahre Ritterplan: Heute 21 Ausbildungsberufe

Berufsbildende Schulen III 100 Jahre Ritterplan: Heute 21 Ausbildungsberufe

Das sind Preise, von denen wir heute träumen: 39 871,42 Mark für ein ganzes Schulhaus. Ein Gebäudekomplex, der nach Erweiterungsbauten und einem großen Umbau heute im Schnitt jährlich 2000 Schüler auf ihren künftigen Beruf vorbereitet.

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Das Schulgebäude am Ritterplan in frühen Jahren: Südost-Ansicht mit Haupteingang an der Seite und ohne Anbauten.

Quelle: BBS 3

Vor 100 Jahren bezog die damals gerade erst gegründete „Städtische Gewerbeschule zu Göttingen – Fachschule für Feinmechanik“ das Gebäude am Ritterplan. Ein großer Komplex mitten in der Innenstadt, der heute als prägendes Objekt an der Straße für die Berufsbildenden Schulen III (BBS III) in Göttingen steht. Ein 100 Jahre altes Schulhaus, das heute eines der modernsten Ausbildungs-Restaurants in Niedersachsen beherbergt. Am Donnerstag, 9. September, feiert die BBS-Ritterplan 100-jähriges Gebäudejubiläum mit einem Empfang für geladene Gäste.

100 Jahre Ritterplan-Gebäude stehen für ebenso viele Jahre Göttinger Schul- und Ausbildungsgeschichte, auch wenn die BBS Ritterplan in ihrer heutigen Struktur erst später entstand. Gebaut wurde das Haus unter Regie des damaligen Stadtbaurates Friedrich Jenner. Er entwarf für die neue Gewerbeschule mit dem Schwerpunkt Feinmechanik eine technische Abteilung inklusive Bauhalle. Von Beginn an gab es aber auch schon Ausbildungsräume für angehende Bäcker, Schlachter, Kellner und Frisöre – der Ursprung der heutigen BBS III. Hinzu gekommen sind inzwischen die Räume der ehemaligen Lutherschule inklusive Turnhalle und die Räume der einstigen Pestalozzischule.

Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude kurzzeitig als Lazarett genutzt. Schrittweise wurde dann ab 1958 immer wieder angebaut. Und 1977/78 wurden die technischen Berufsfelder abgespalten, sie zogen als BBS II in einen Neubau in der Godehardstraße. Eine wesentliche Veränderung erlebte das Hauptgebäude am Ritterplan noch einmal vor gut drei Jahren: den Umbau im Untergeschoss zu einer Caféteria und einem Lehr-Restaurant mit Gastronomiebereich.

Heute gibt es an der BBS etliche Ausbildungsbereiche, die früher an verschiedenen Orten waren, erklärt Schulleiterin Maria Harberding. Seit 1908 gab es eine „Fortbildungsschule für schulentlassene Mädchen“ mit Schwerpunkt Hauswirtschaft an verschiedenen Standorten – 1977 kam sie in den Ritterplan. Die Agrarwirtschaft war von 1961 bis 1977 noch in Weende beheimatet. Und die Anfang der 1970er-Jahre gegründeten Fach- und Fachoberschulen für Sozialpädagogik gingen 1977 unter das Dach der BBS III. Später folgte die Heilpädagogik. Im August 1978 wurde am Ritterplan schließlich das Fachgymnasium Hauswirtschaft gegründet – heute firmiert es als Fachgymnasium Gesundheit und Soziales mit den Schwerpunkten Oekotrophologie und Sozialpädagogik.

Neben den Berufseinstiegs- und Berufsfachschulen und einem Fachgymnasium qualifiziert die BBS III für 21 Berufe in den Bereichen Agrarwirtschaft, Ernährung, Hauswirtschaft, Körperpflege, Sozialpädagogik und Pflege. Hinzu kommen Abitur und Fachhochschulreife. Zurzeit gibt es an der Schule 49 Vollzeit- und 56 Teilzeitklassen. Unterrichtet werden die Schüler von 130 Lehrern.

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