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„100 Jahre keine Sicherheit am Bahnübergang“

Demonstration für Schranken am Bahnübergang Erbsen „100 Jahre keine Sicherheit am Bahnübergang“

Auf den Tag genau 100 Jahre war es am Sonntag her, dass der erste Zug von Bodenfelde nach Göttingen durch Erbsen fuhr. Und genau 100 Jahre, schimpft die ehemalige Ortsbürgermeisterin Margarete Stock, habe es die Bahn nicht geschafft, einen sicheren und gesicherten Bahnübergang in Erbsen herzustellen.

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Forderung: Schranken nicht nur für Erbsen, sondern auch für Lödingsen und Emmenhausen.

Quelle: Heller

Anlass genug für eine neuerliche Demonstration für Sicherungsmaßnahmen am Sonntagnachmittag: Um die 70 Bürger waren Stocks Aufruf gefolgt, um Druck auf die Deutsche Bahn AG auszuüben, frühere Versprechungen einzulösen. Stock, die sich seit Jahrzehnten für einen besser gesicherten Bahnübergang einsetzt: „Ich möchte heute das letzte Mal hier gestanden haben und hoffe, dass nun die Bahn AG und auch der Flecken Adelebsen Wort hält und die Anlagen jetzt gebaut werden.“ Bislang sei nur der Flecken Adelebsen in Vorleistung getreten und habe 70 000 Euro für Planungen in seinen Haushalt eingestellt, kritisiert die langjährige Ortsbürgermeisterin.

Geschehen sei seitdem nichts. Stock: „Überall werden wie nach Stuttgart für den neuen Hauptbahnhof die Milliarden hingeschaufelt, und bei uns sind nicht mal die 500 000 Euro für die Schranken drin. Im Winter muss der Schulbus wieder bei Nebel über den Bahnübergang. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass der Zug scharf bremsen muss. Wir brauchen den gesicherten Bahnübergang, aber es tut sich einfach nichts.“

Optimistischer betrachtete der Mündener SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke die Aussichten. Er rechnet für das kommende Jahr mit dem Baubeginn der erhofften Schrankenanlagen – nicht nur in Erbsen, sondern auch in Lödingsen und Emmenhausen: „Wir hätten den Bau der Schranken schon gerne 2010, im 100. Jubiläumsjahr der Bodenfelder Strecke begonnen. Das schaffen wir leider nicht. Wir sind mitten im Stadium der Entwurfsplanung, und man kann davon ausgehen, dass 2011 in einer Paketlösung der Bau der Schrankenanlagen in allen drei Orten begonnen wird“, erklärte Schminke. Anders als in früheren Jahren habe die Bahn nun „sehr lösungsorientiert und in enger Kooperation mit den Gemeinden Adelebsen und Bovenden gearbeitet“. Zudem habe die Bahn „einen guten Ansprechpartner“ mit der Angelegenheit betraut. Sollte im kommenden Jahr tatsächlich mit dem Bau aller drei Schrankenanlagen begonnen werden, erklärte Schminke weiter, wäre dies „ein großer Erfolg, der ohne Proteste und Forderungen der Menschen nicht erreicht worden wäre“.

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Kommt nun endlich die lange geforderte bessere Sicherung von drei Bahnübergängen in Lödingsen und Erbsen? Der Gemeinderat hat jedenfalls einen weiteren wichtigen Schritt in einer Angelegenheit getan, die die Gremien nunmehr seit rund einem Vierteljahrhundert umtreibt.

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