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111 000 Euro für Spielplätze – nur für welche?

Investition 111 000 Euro für Spielplätze – nur für welche?

Viele Spielplätze der Stadt Göttingen sind sanierungsbedürftig, rund 20 von 120 werden von der Verwaltung gar als schlecht bezeichnet. Zehn Spielplätze sollen bald geschlossen werden.

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„Mangelhafte Spielanreize“: Der Spielplatz Zedernweg soll saniert oder verkauft werden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen . Davon verspricht sich die Stadt Einsparungen in Höhe von 33 000 Euro jährlich. Auf der anderen Seite investiert sie aber auch jedes Jahr in ihre Spielplätze.

In diesem Jahr stehen dafür 110 000 Euro zur Verfügung. Allerdings steht immer noch nicht fest, welche Plätze genau davon profitieren sollen.

Grund sind Ungereimtheiten, die im Jugendhilfeausschuss auftraten. Die Verwaltung hatte den Politikern erst kurz vor Sitzungsbeginn die Liste mit den ihrer Ansicht nach zu sanierenden Spielplätzen vorgelegt. Das stieß auf Kritik. „Wir konnten das nicht beraten. Ich habe große Probleme, darüber jetzt abzustimmen“, sagte Gerda Fischer (CDU). Man sei zu spät unterrichtet worden. „Ich sehe das ähnlich“, sagte Rolf Ralle (Die Linke). „Ich bin mit dem Verfahren nicht einverstanden.“

Die Politiker störten sich vor allem an dem größten Posten auf der Liste: der Spielplatz Zedernweg in Weende. Dieser soll laut Verwaltung für 50 000 Euro saniert werden. Schließlich sei der Spielplatz marode und biete mangelhafte Spielanreize. Die Zahl der in seiner Umgebung lebenden Kinder sei jedoch seit 2009 „um mehr als 25 Prozent gestiegen“. Möglicherweise jedoch, schränkte die Verwaltung ein, gebe es mit einer Wohnungsgenossenschaft „einen Interessenten zum Kauf des Spielplatzes“.

Der Spielplatz bleibe auch dann natürlich als solcher erhalten, betonte Klaus-Dieter Schmidt von der Verwaltung. In dem Fall müsse das Geld eben einfach anders eingesetzt werden. Nur wo, das konnte er nicht sagen: „Es war so schnell nicht möglich, nach einer Alternative zu suchen.“ Das wiederum fanden einige Politiker angesichts der Vielzahl von maroden Spielplätzen wenig überzeugend. „Ich muss doch wissen, worüber ich abstimme“, ärgerte sich Ralle.

Fabian Dames vom Stadtjugendring schlug vor, den Spielplatz Zedernweg vorerst außen vor zu lassen. Dann könnten wenigstens die anderen Sanierungsfälle schon einmal angegangen werden – auch wenn er ebenfalls das Verhalten der Verwaltung kritisierte. „Ein guter Vorschlag“, sagte Helmi Behbehani (SPD). Fischer indes konnte sich auch damit nicht anfreunden. Die Liste wurde dennoch lediglich ohne den Spielplatz Zedernweg mehrheitlich beschlossen.

Demnach gibt es Geld für folgende Spielplätze: Grone/Ebersdorfer Straße, 15 500 Euro für neues Kombi-Spielgerät; Westadt/Beekweg, 15 000 Euro für neues Spielgerät; Weststadt/Hagenberg Westpark, 1000 Euro für neue Wippe; Innenstadt/Cheltenhampark, wurde bereits saniert, 3800 Euro für zusätzlichen Fallschutz und Erdarbeiten kommen aber noch hinzu; 1000 Euro Zuschuss für Winterspielplatz der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. 23 700 Euro werden für weitere unvorhergesehene Maßnahmen vorerst zurückgestellt.

Unterdessen habe sich in Sachen Spielplatz Zedernweg noch nichts weiter ergeben, sagte Schmidt auf Anfrage. Er sei noch nicht verkauft. Einen anderen Spielplatz, den man stattdessen sanieren könnte, habe man bislang ebenso wenig gefunden. Schmidt: „Wir müssen erst einmal einen finden, der genauso abgängig ist.“

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124 Anlagen bewertet

124 städtische Spiel- und Bolzplätze gibt es in Göttingen – noch. Denn um Geld zu sparen, sollen zehn von ihnen geschlossen werden. Die Verwaltung verspricht sich davon jährliche Einsparungen in Höhe von 33 000 Euro. Außerdem soll ein Teil der auf diesem Weg gewonnen Flächen vermarktet werden. So steht es in der Streichliste zum Zukunftsvertrag.

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