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Nächtliche Angriffe auf Frauen

Göttingen Nächtliche Angriffe auf Frauen

Wegen mehrerer sexueller Gewaltdelikte muss sich seit Mittwoch ein 20-jähriger Mann vor dem Amtsgericht Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im September vergangenen Jahres in einer Nacht nacheinander drei Frauen in der Göttinger Innenstadt angegriffen und sexuell genötigt zu haben.

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Quelle: dpa

Göttingen. Anfang Dezember soll er erneut nachts eine Frau verfolgt und körperlich attackiert haben. Die Strafverfolgungsbehörde hat ihn unter anderem wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung angeklagt.

Der erste Vorfall hatte sich Ende September spätnachts an der Göttinger Theaterstraße ereignet. Laut Anklage soll der 20-Jährige eine 29-jährige Frau, die auf dem Nachhauseweg von einer Party war, geschubst und zu Boden gedrückt haben. Dann soll er ihr die Hose heruntergezogen und sich auf ihren Unterkörper gelegt haben, ehe er aus unbekannten Gründen von ihr abließ.

In derselben Nacht soll er gegen 5 Uhr morgens eine junge Frau an der Bürgerstraße verfolgt, von hinten gepackt und körperlich attackiert haben. Die 19-Jährige konnte sich aus der Umklammerung befreien und vor ihm flüchten.
Rund 20 Minuten später soll der 20-Jährige eine weitere junge Frau an der Bürgerstraße verfolgt und angesprochen haben. Er habe sie gepackt, auf den Boden geworfen und sich auf sie gelegt, heißt es in der Anklage. Die 22-Jährige habe sich zur Wehr gesetzt und geschrien, worauf der Angeklagte ihr den Mund zugehalten habe. Anwohner hätten die Schreie gehört und gerufen, dass sie die Polizei alarmieren würden. Daraufhin sei er geflohen. Die 22-Jährige habe bei dem Angriff ein Hämatom am Auge und Schmerzen erlitten.

Die Polizei hatte den 20-Jährigen zwei Tage nach diesen Vorfällen aufgrund eines Zeugenhinweises festgenommen. Da sich damals der Tatverdacht nicht erhärten ließ, kam er wieder auf freien Fuß. Zweieinhalb Monate später  kam es dann zu einem weiteren Vorfall an der Bürgerstraße. Laut Anklage soll der Angeklagte gegen 1 Uhr morgens erneut eine Frau verfolgt und festgehalten haben. Nachdem es ihr gelungen war, sich loszureißen, habe er sie gefragt, ob sie Geld habe und ob sie ihn küssen wolle. Als sie dies verneinte, sei er in Richtung Bahnhof davongelaufen. Vier Monate nach diesem Vorfall wurde der Angeklagte verhaftet. Nach Angaben eines Justizsprechers war der 20-Jährige aufgrund von DNA-Untersuchungen in Verdacht geraten. Seit Mitte April sitzt er in der Jugendanstalt Hameln in Untersuchungshaft.
Zum Prozessauftakt räumte der Angeklagte zwei der drei angeklagten Taten aus der Septembernacht ein. Er könne sich allerdings nicht an Einzelheiten erinnern, da er zur Tatzeit stark betrunken gewesen sei. Er sei in der Tatnacht in der Stadt unterwegs gewesen, um weiteres Bier zu kaufen. Dabei sei er dann auf die beiden Mädchen getroffen. Beide hätten ihm gesagt „Lass mich in Ruhe“.

Die beiden anderen Tatvorwürfe bestritt der Angeklagte. Am ersten Verhandlungstag hörte das Gericht die Frau, die bei dem ersten Vorfall an der Theaterstraße attackiert worden war. Eine genaue Täterbeschreibung konnte die 29-Jährige nicht abgeben, da sie nach eigenen Angaben damals betrunken gewesen war. Sie wisse nur noch, dass der Angreifer sie in einen Eingang geschubst habe. „Dann war jemand über mir“, sagte die Zeugin. Der Angreifer habe versucht, ihr die Hose herunterzuziehen. Irgendwann sei er dann wieder weg gewesen. Sie sei danach nach Hause gegangen.
Ihr Lebensgefährte fand die 29-Jährige dort völlig verstört vor. „Sie war käseweiß“, berichtete er. Sie habe ihm gesagt, dass jemand sie angegriffen und zu vergewaltigen versucht habe. Daraufhin habe er die Polizei gerufen.

Das Gericht hat für den Prozess vier Verhandlungstage angesetzt.

pid-nie

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