Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
200 Farbdosen für Göttingens neues Kunstwerk

Graffiti-Kunst 200 Farbdosen für Göttingens neues Kunstwerk

Drei Tage hat es gedauert, 70 Liter Farbe und 200 Spray-Dosen wurden verbraucht: Jetzt ist eine Mauer am Wall zwischen Weender und Berliner Straße nicht mehr dreckig und grau, sondern bunt und voller Graffiti. 

Voriger Artikel
Wertstoffe: In Göttingen kommt vierte Mülltonne
Nächster Artikel
Festkleid aus Fähnchen schmückt Bovenden

Der Handel im Ungleichgewicht: Dominic Kramer fertigt eines der Graffiti auf der Wand am Göttinger Stadtwall.

Quelle: Heller

Göttingen.. Rund 20 junge Menschen besprühten die etwa 300 Quadratmeter große Fläche mit Schriftzügen und Bildern – und zwar nicht in einer Nacht- und Nebelaktion, sondern genehmigt von Eigentümern und Stadt.

Spraydosen, Farbe, Kreativität und der Einsatz von 20 Menschen – mehr war nicht nötig, um die Mauer am Göttinger Stadtwall in ein farbiges Kunstwerk zu verwandeln. © Peter Heller

Zur Bildergalerie

Hinter der Aktion steht das entwicklungspolitische Informationszentrum Göttingen (Epiz). Das bestätigte der geschäftsführende Vorstand Roland Drubig. Die Graffiti-Aktion sei ein Bestandteil der Kampagne „Region Göttingen wird fair“, die für gerechte Preise wirbt und in Göttingen am kommenden Donnerstag ihren Auftakt haben wird (Tageblatt berichtete). „Wir finden, dass das eine schöne Aktion für Göttingen und den fairen Handel ist“, sagte Drubig. Und nebenbei hätten die Streetart-Künstler der Stadt auch noch ein neues Kunstwerk geschenkt.

Die jungen Künstler waren am Wochenende im Einsatz, um die Wand zu gestalten. Zuvor hätten sie sich in Workshops Gedanken über die einzelnen Bilder und Schriftzüge gemacht, sagte Tobi, der die angemeldete Aktion zwar organisiert hatte, seinen Nachnamen aber nicht nennen wollte. Idee sei es, Graffiti mit globalen Themen, zum Beispiel fairem Handel, zu verbinden und nebenbei noch die Wand zu verschönern. Denn, so Tobi: „Graffiti hat mehr drauf. Man kann es positiv einsetzen.“ Das hätten auch viele Bürger so gesehen, die am Wochenende zufällig an der Mauer am Wall vorbeikamen. „Bis auf ein, zwei Ausnahmen waren alle positiv angetan.“ Viele hätten sich über die neue Gestaltung der Wand gefreut. Die sei doch vorher sehr hässlich gewesen, habe ein Passant gesagt.

Finanziell unterstützt worden sei die rund 2000 Euro teure Aktion vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sagte Drubig. Doch die Teilnehmer hätten sich auch selbst engagiert. Beispielsweise sei die Wand mit Farbresten verschiedener örtlicher Malerbetriebe grundiert worden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt