Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
2500 Atomkraftgegner demonstrieren in Südniedersachsen

Sofortiger Ausstieg gefordert 2500 Atomkraftgegner demonstrieren in Südniedersachsen

„Ich kämpfe nicht für mich, sondern für die nachfolgenden Generationen.“ Eva Heinke ist eine von rund 60 Atomkraftgegnern, die sich am Sonnabend kurz vor 12 Uhr am Groner Tor getroffen haben, um gegen für einen schnellen Atomausstieg und die Stilllegung des rund 60 Kilometer entfernten Atomkraftwerks Grohnde zu demonstrieren.

Voriger Artikel
Mit zwei Promille Alkohol die Kurve nicht gekriegt
Nächster Artikel
Bei Unfall auf B 27 in Richtung Groß Schneen schwer verletzt

Abschlusskundgebung in Göttingen: Auf dem Hiroshimaplatz vor dem Neuen Rathaus hören knapp 300 Atomkraftgegner den Rednern zu.

Quelle: Heller

Göttingen. „Fukushima ist nicht erledigt und darf nicht vergessen werden“, warnt Rüdiger Heinke . Zwar sei ein Atomausstieg beschlossen, die Ausweisung aber etwa von Flächen für Windenergieanlagen verlaufe zu schleppend.

Zum zweiten Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima hatte ein breites Anti-Atom-Bündnis am Sonnabend einen Aktionstag organisiert, bei dem auch die Auswirkungen eines Reaktorunfalls in Grohnde etwa mit der Ausgabe von Jodtabletten oder Flüchtlingstrecks simuliert werden sollte.

Der Tag stand unter dem Motto „Stell dir vor, die Katastrophe findet vor deiner Haustür statt“.

2500 Menschen haben sich nach Veranstalterangaben allein in Südniedersachsen an den Protestaktionen beteiligt. 700 bildeten in Göttingen zwei Menschenketten in der Innenstadt und auf der teilweise für den Autoverkehr gesperrten Bürgerstraße zwischen Neuem Rathaus und Groner Tor. Knapp 300 Teilnehmer hatte die Abschlusskundgebung auf dem Göttinger Hiroshimaplatz. In Bovenden waren rund 80 Demonstranten unterwegs, in Northeim knapp 100.

Proteste gegen Katastrophe vor der Haustür: 2500 Atomkraftgegner demonstrieren in Südniedersachsen.

Zur Bildergalerie

An die insgesamt 250 Streckenposten in einem Abstand zwischen 40 und 60 Kilometern rund um das Atomkraftwerk Grohnde kamen nach Veranstalterangaben rund 20 000 Menschen – die Polizei spricht hingegen nur von 2500 Teilnehmern. Die Aktionen verliefen friedlich und ohne Zwischenfälle.

Mit der Resonanz und Beteiligung zeigten sich die Veranstalter zufrieden. „Vielen Bürgern ist gar nicht klar, wie nah Grohnde eigentlich ist“, sagte Peter Dickel von der  Arbeitsgemeinschaft (AG) Schacht Konrad. Ziel des Tages sei es auch gewesen, dafür ein Bewusstsein zu schaffen.
Die Stimmung unter den Teilnehmern an der Göttinger Abschlusskundgebung ist gut. Dem kalten Nieselregen wird mit moderner Funktionskleidung getrotzt, gegen die Kälte wird zu 30 Jahre alten Protestsongs angetanzt.

Man habe zwar die Regierung zum Handeln gebracht, zog Rednerin Silke Westphal , AG Schacht Konrad, Bilanz der vergangen zwei Jahre nach Fuku-shima. „Passiert ist seitdem aber nicht viel“, sagte sie. Von einem Atomausstieg könne man angesichts von einer inzwischen genehmigten Laufzeitverlängerung von insgesamt 18 Jahren bei neun Atomkraftwerken nicht gesprochen werden.

Sie erneuerte die Forderung der Anti-Atom-Initiativen nach einem sofortigen Ausstieg und der Abschaltung des alten, störanfälligen Reaktors in Grohnde.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Jahrestag

Mit einer Schweigeminute haben am Montag knapp 40 Atomkraftgegner auf dem Göttinger Hiroshimaplatz der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima gedacht. Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben und eine riesige Flutwelle zu der Katastrophe in dem japanischen Atomkraftwerk geführt.

mehr
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 9. bis 15. Dezember 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt