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Der Mercedes unter den Rollern

31. Gänselieseltreffen der Heinkel-Freunde Göttingen Der Mercedes unter den Rollern

Auf eine kleine Zeitreise konnten sich die Göttinger am Sonntagvormittag begeben. Das 31. Gänselieseltreffen der Heinkel-Freunde Göttingen ließ nicht nur die Teilnehmer in Erinnerungen an die 1950er- und 1960er-Jahre schwelgen.

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Quelle: Heller

Göttingen. "Der Heinkel war der Mercedes unter den Rollern. Mit seinem Vier-Takt-Motor und dem E-Starter bot er regelrechten Luxus", sagt Joachim Arndt. Der Elliehäuser ist nach wie vor von der enormen Alltagstauglichkeit des Motorrollers angetan. Der Klang des 175 Kubikzentimeter und 9,2 PS aufbringenden Viertakters verursache nach wie vor eine wohlige Gänsehaut.

Allerdings werden die gemeinsamen Ausfahrten weniger, wie Frank Heise berichtet. 1996 hat er die Heinkel-Freunde Göttingen gegründet. "Es ist einfach ein Zeitfaktor. Viele unserer Mitglieder sind zum Beispiel zudem beim Kegeln aktiv", sagt Heise.

Das spiegelte sich auch in der Anzahl der vor dem alten Rathaus geparkten Heinkel-Roller wider. "Wir sind leider nur mit zwölf Fahrzeugen vertreten. Sonst wären es immer zwischen 20 und 25", sagt Arndt. Zu sehen sind dabei nicht nur Göttinger Nummernschilder, sondern auch die Kürzel der Städte Osterode und Einbeck.

Auf eine kleine Zeitreise konnten sich die Göttinger am Sonntagvormittag begeben. Das 31. Gänselieseltreffen der Heinkel-Freunde Göttingen ließ nicht nur die Teilnehmer in Erinnerungen an die 1950er- und 1960er-Jahre schwelgen.

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Im kommenden Jahr sollen dann aber wieder mehr Roller präsentiert werden. Denn alle zwei Jahre organisiert der Klub das sogenannte große Treffen. Dann reisen auch befreundete Klubs an. Zum Beispiel aus Hamburg oder dem Saarland.

"Der Heinkel-Club Deutschland ist der größte markengebundene Oldtimer-Klub der Welt. Wir sind etwa 5200 Mitglieder", sagt Rudi Hunke. Der Geismaraner hat den ältesten Roller vorm Gänseliesel platziert. Sein dunkelgrüner 103 AO ist Baujahr 1956.

"Ich habe ihn seit 1990. Zwei Jahre lang habe ich ihn restauriert. Als ich ihn gekauft habe, sah er furchtbar aus. Lieblos zweifarbig in orange und gelb lackiert. Allerdings war er komplett und fahrtüchtig. Deswegen habe ich zugeschlagen und ihn 1992 zugelassen", erzählt Hunke.

Wenig später setzt er dann seinen silbernen Halbschalen-Motorradhelm samt Motorradbrille auf. Ohne zu murren springt sein 103 AO an. Es gibt doch noch eine kleine gemeinsame Ausfahrt. Zwölf Heinkel-Freunde, darunter einige mit Sozius, knattern bei bestem Roller-Wetter durch die Stadt.

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