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380-Kilovolt-Stromnetz: Trassenverlauf noch umstritten

Pläne von Tennet erst im Sommer 380-Kilovolt-Stromnetz: Trassenverlauf noch umstritten

Während Anschluss und Finanzierung von Windkraftanlagen in der Nordsee stocken, kommen auch die Planungen für die 380-Kilovolt-Höchstpannungsleitung durch den Landkreis nur langsam voran. Pläne der Stadt Göttingen, Erweiterungsflächen für wissenschaftliche Einrichtungen auszuweisen, könnten mit der Stromtrasse kollidieren.

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Quelle: Stepmap/NE

Göttingen. Der Stromnetzbetreiber Tennet will mit dem niedersächsischen Südabschnitt der Stromleitung Wahle-Mecklar erst im Sommer in das endgültige Planfeststellungsverfahren gehen. Vorher würden noch „Bürgerinformationsmärkte“ stattfinden, kündigte Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht an.

Im Göttinger Stadtgebiet soll die Stromtrasse nach wie vor unter die Erde, teurere Erdkabel sollen verlegt werden. Nachdem anfangs ein Verlauf entlang der A 7 geplant wurde, untersucht Tennet seit vergangenem Sommer Wege westlich der Stadt um Elliehausen herum. Tennet kommt mit Erdkabeln entlang der A 7 nicht durch. Probleme bereiten auch noch Wasserschutzgebiete.

Die Position der Stadt Göttingen ist eindeutig: „Die Kabel gehören unter die Erde“, sagte Stadtplaner Hans-Dieter Ohlow in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Zudem wolle man an der Trasse entlang der Autobahn festhalten. Die allerdings, so sagt Heidrun von der Heide (SPD) für den Ortsrat Groß Ellershausen, sei doch längst nicht mehr vorgesehen. Sie selbst habe erst kürzlich an einem Gespräch mit der Tennet teilgenommen.

Die Planungen bei Tennet seien viel weiter, als die Göttinger Verwaltung sie vorliegen habe. Von der Heide appellierte an die Verwaltung: „Sie müssen Tennet auf die Pelle rücken und fordern, dass die aktuelle Informationen vorlegen.“ Stadtbaurat Thomas Dienberg: „Ich möchte auch mehr wissen und die Kriterien, nach denen entschieden wird, vorliegen haben.“ Die Verwaltung müsse jetzt nachfassen, forderte Felicitas Oldenburg (FDP). Helmi Bebehani (SPD): „Fragen Sie auch nach den Kosten.“ Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, Informationen zu beschaffen, zu koordinieren und an der A-7-Route festzuhalten.

Im September eröffnete die Tennet TSO GmbH ein Projektbüro in Göttingen in der Levinstraße 12, Telefon 05 51/5 00 72 92-0. Informationen zum Stand der Planungen und Karten gibt es unter tennettso.de in der Rubrik Netzausbau.

Pläne der Stadt Göttingen, Erweiterungsflächen für wissenschaftliche Einrichtungen auszuweisen, könnten mit der Stromtrasse kollidieren.

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Von Gerald Kräft und Britta Bielefeld

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