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500 Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Göttingen

Taschenkontrollen am Eingang 500 Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Göttingen

„Dem Terror zum Trotz halten wir fest an unseren Werten ... sowie Formen und Veranstaltungen dieser Gesellschaft.“ Mit diesen Worte hat Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am Donnerstagabend etwa 500 Gäste zum Neujahrsempfang der Stadt Göttingen begrüßt. Erstmals mussten sie dabei Sicherheitskontrollen durchlaufen.

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Quelle: Heller

Göttingen. Taschenkontrollen am Eingang hat es bei einem Neujahrsempfang in Göttingen bisher noch nicht gegeben: „Aus Sicherheitsgründen“, hatte die Verwaltung zuvor mit Hinweis auf Terroranschläge auch in Deutschland erklärt. Damit die Besucher nicht allzu lange in der Kälte warten mussten, wurden die Einlasszeit extra vorverlegt.

Die Stadt werde an traditionellen Veranstaltungen wie diese festhalten, „aber wir können das leider nicht mehr sorglos tun“, warb Köhler (SPD) zu Beginn seiner Neujahrsansprache um Verständnis. Die war darüber hinaus bei seinem Blick auf die künftige Entwicklung Göttingens geprägt von viel Optimismus geprägt.

Vor sieben Jahren habe die Stadt noch „auf der Intensivstation der öffentlichen Hand“ gelegen, erinnerte der Oberbürgermeister an die Finanznot der Stadt. Nach einer Not-OP (mit massiver finanzieller Hilfe des Landes und einem Sparplan des Rates) „steht der ehemalige Patient Göttingen jetzt wieder im Saft“.

Die Zahl der Studenten sei auf Rekordhöhe geklettert und der Logistikstandort Göttingen reife, zählte Köhler als positive Merkmale für den Ist-Zustand auf. Jetzt sei die Stadt in der Lage, „weiter zu gehen - „in Ruhe, planvoll, aber zielstrebig“.

2017 und in folgenden Jahren sei mehr Geld für Soziokultur und Sport vorgesehen, für Bildung und Kinderbetreuung sowie für bezahlbaren Wohnraum. Investitionen unter anderem für das Freibad Weende, die Weststadterneuerung und den City-Umbau seien  festgezurrt – auch die Sanierung der Stadthalle stehe auf dem Plan.

Eine weitere große Aufgabe, der sich Göttingen stellen werde, sei die Integration der Flüchtlinge. Stärker als bisher gehe es jetzt darum, „diesen Menschen die Deutsche Sprache zu vermitteln, und zwar in allen Alters- und Lebenslagen“.

Nicht nur in diesem Zusammenhang widmete Köhler den vielen ehrenamtlich Tätigen in seiner Rede – die erstmals von einem Gebärdensprachdolmetscher übersetzt wurde - viel Raum. „Ohne Ihre Arbeit geht gar nichts“, stellte er fest.

Auch deshalb hatte Köhler zum Neujahrsempfang 2017 die Vorsitzenden der Göttinger Sportvereine direkt eingeladen. Zugleich verurteilte er "aufs Schärfst" Angriffe mit Böllern auf Feuerwehrleute in der Silvesternacht.

Einer der „besonders vorbildlichen Menschen im Interesse der städtischen Gemeinschaft“ sei der ehemalige Sparkassen-Vorstand Gerhard Scharner, sagte Köhler. Ihm überreichte er die Ehrenmedaille der Stadt. Der Rat hatte sie Scharner im November per Beschluss verliehen.

Im Anschluss nutzten die Gäste die Zeit für Gespräche mit Politikern, Verwaltungsmitarbeitern und anderen Besuchern des Empfangs. Das Einbecker Brauhaus hatte dafür traditionell „großzügig“ Bier gespendet, so Köhler.

© Heller

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Ehrenmedaille für Gerhard Scharner

Gerhard Scharner, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, ist mit der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Der 78-Jährige nahm die Ehrung während des Neujahrsempfangs der Stadt am Donnerstag entgegen.

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