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500 Menschen demonstrieren in der Innenstadt

Hunderte Polizisten im Einsatz 500 Menschen demonstrieren in der Innenstadt

Mehrere hundert Anhänger der linken Szene sind am Sonnabend, 30. Januar, „gegen die Kriminalisierung antirassistischer Politik“ und „für linke Politik und Alltag“ in Göttingen auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von rund 400 Demonstranten, die Veranstalter von mehr als 500. Bis auf einige Rangeleien sei es friedlich geblieben, sagte Einsatzleiter Gerd Hujahn gegenüber dem Tageblatt. Die Polizei sei mit mehreren Hundertschaften im Einsatz gewesen. Mitglieder der „Wohnprojekte Rote Straße“ teilten hingegen mit, dass „Polizeiübergriffe“ eine „vorzeitige Auflösung“ der Demo erzwungen hätten. Es habe „fast 20 Verletzte“ unter den Demonstranten gegeben. Die Demo endete am Abend in der Roten Straße. Ein Video ist hier zu sehen.

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„Kampf der Gewalt“: Rund 500 Demonstranten ziehen am Sonnabend durch die Göttinger Innenstadt.

Quelle: Heller

Zuvor hatten sich die Demonstranten um 17 Uhr vor dem Alten Rathaus versammelt. Flugblätter wurden an Passanten verteilt. Über Lautsprecher wurde dazu aufgerufen, „gegen staatliche Repression und mediale Hetze“ vorzugehen. Gegen 17.30 Uhr setzten sich die Demonstranten in Bewegung und zogen, begleitet von mehreren hundert Polizisten, durch die Innenstadt.
Immer wieder forderten die Demonstranten die Polizei auf, das Spalier von Beamten aufzulösen. Die hingegen bot weitere Polizisten mit Hunden auf. Kurze Zeit später dröhnte das Lied „Who let the dogs out?“ (Wer hat die Hunde rausgelassen?) aus den Lautsprechern. In der Gotmarstraße warfen linke Sympathisanten rote und schwarze Luftballons aus den Fenstern eines Hauses. Vereinzelt wurden Böller gezündet. Ansonsten blieb es ruhig.


In der Roten Straße kam es dann jedoch zu Auseinandersetzungen. Man habe die Demonstration daraufhin „zum Schutz der Teilnehmer“ abbrechen müssen, sagte Sonja Meier, Sprecherin der linken Wohnprojekte in der Rote Straße. 14 Demonstranten seien „bei mehreren massiven Pfefferspray-Einsätzen der Polizei verletzt worden, vier weitere durch Knüppel- und Faustschläge. Einer Person wurde dabei das Nasenbein gebrochen.“ Die Polizei hingegen teilte mit, dass die Einsatzkräfte provoziert worden seien. Einsatzleiter Hujahn sagte, dass zwei Beamte durch Fußtritte leicht verletzt worden seien. Gegen drei Demonstranten seien Strafverfahren eingeleitet worden.
In der Roten Straße hatte die Polizei am vergangenen Mittwoch im Zuge ihrer Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf das Göttinger Kreishaus in einem von vornehmlich Linken bewohnten Gebäude vier Wohnungen durchsucht. Dabei waren vier Verdächtige ermittelt worden, wie die Polizei später mitteilte. Beweise für eine Beteiligung der vier Personen an dem Brandanschlag konnte sie aber bisher nicht liefern. Auf die Spur hatten die Ermittler zwei sogenannte Mantrailing-Hunde gebracht.

Von Andreas Fuhrmann

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