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86 Bäume fallen im Winter, 121 werden gepflanzt

Holzfäule und Pilze 86 Bäume fallen im Winter, 121 werden gepflanzt

Etwa 33 000 Bäume gibt es an den Straßen, am Leineufer, auf Friedhöfen und öffentlichen Plätzen in der Stadt Göttingen – der Stadtwald nicht mitgezählt. Viele sind krank, alt oder stehen falsch.

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Zu dicht an der Mauer: Diese Fichte am Jüdischen Friedhof wurde schon gefällt.

Quelle: Mischke

86 Bäume werden darum in diesem Winter gefällt, im Gegenzug 121 neue gepflanzt. Die Fällkandidaten sind in einer Liste beschrieben, die mit Naturschützern und Umweltpolitikern im Rat der Stadt abgestimmt wurde.

Die Zeiten sind weitgehend vorbei, dass immer wieder Bürger heftig protestierten, wenn die Stadt Axt und Säge scharf machte. Der Fachdienst Grünflächen hat sein Verfahren geändert, holt Experten mit ins Boot und setzt beim Umgang mit Bäumen auf mehr Offenheit. Alle Bäume in der Stadt sind mit Nummern kartiert und werden regelmäßig überprüft. Fällt einer auf, wird er genauer untersucht, bei Zweifeln auch von einem externen Gutachter. Der sagt auch schon mal, ob und wie ein Baum doch zu halten ist. Oder er regt an, das Totholz als Lebensraum für Insekten und Kleintiere stehen zu lassen. Ist er der Baum nicht zu retten, kommt er auf die Fällliste. Und die wird abschließend noch mit Naturschutzverbänden abgestimmt.

Bei der ersten Kontrollrunde hatte der Fachdienst zunächst 174 Problembäume festgestellt. Im weiteren Verfahren habe sich gezeigt, dass viele doch stehen bleiben oder durch mehr Pflege gerettet werden können, erklärt Fachdienstmitarbeiter Michael Menzel. Nur 86 müssten wirklich gefällt werden, acht blieben als Totholz liegen. 23 Prozent der zu fällenden Bäume stehen übrigens auf den Friedhöfen, 42 Prozent in der Kern- und Weststadt. Die meisten davon sind Nadelbäume (21), Birken (10), Pappeln (10), Linden (9) und Obstbäume (8).

Wenn Stadtbäume gefällt werden, hat das vielschichtige Gründe. Der häufigste: Die Krone ist abgestorben oder trägt nur wenig Blätter, weil der Baum alt ist oder ungünstig steht. Oft sind sie auch von Holzfäule oder Pilzen befallen. In der Fällliste tauchen unter anderem Saftporling, Austernsaitling, Brandkrustenpilz und Schwefelporling auf. Geringe Vitalität oder Krankheiten führen dann dazu, dass Äste abzubrechen drohen und Menschen gefährden, erklärt Menzel weiter.

Ersatzbäume

Nicht alle abgeschriebenen Bäume werden an ihrem Standort durch einen neuen ersetzt. Manchmal ist die Position ungeeignet. Oder es stehen dort bereits zu viele Bäume eng beieinander und behindern sich gegenseitig. Dann wird an anderer Stelle Ersatz geschaffen, manchmal auch eine andere standortgerechtere Art.

In der aktuellen Fällliste sind neun Bäume mit einem Stammdurchmesser von mehr als 100 Zentimetern aufgelistet, zehn mit einem Durchmesser von 80 bis 100 Zentimeter.

Die Liste inklusive Standortkarte gibt es im Internet unter www.baumschau.goettingen.de.

Von Ulrich Schubert

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Bis zum 28. Februar
(Symbolbild)

138 Bäume müssen auf öffentlichen Flächen gefällt werden, teilte die Stadt Göttingen mit. Im Zuge der Baumschau wurde an 252 Bäumen Schäden festgestellt, die eine Gefahr für Fußgänger darstellen. Bei den übrigen 114 Bäume könne die Verkehrssicherheit durch besondere Schnittmaßnahmen wieder hergestellt werden.

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