Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
ADFC startet mit Friedland-Ausflug in Saison

Radtour zum Grenzdurchgangslager ADFC startet mit Friedland-Ausflug in Saison

An jedem Wochenende vom Frühling bis zum Herbst bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Göttingen eine Radtour in die Umgebung an. Eine Fahrt nach Friedland hat die diesjährige Saison eröffnet.

Voriger Artikel
Verjüngungskur für das alte Ratsburgbad
Nächster Artikel
Nicht erschrecken: Hornissen im Anflug

Das Ziel der Tagestour ist nicht mehr fern: Der ADFC-Tross passiert ein Rapsfeld kurz vor Friedland.

Quelle: Barke

Treffpunkt für die etwa 30 Kilometer lange Tour ist der Bootsverleih am Kiessee. Das heißt für mich: Erst einmal stehen sieben Kilometer Anfahrt aus Weende auf dem Programm. Der Weg führt über die, wie an jedem Sonntagmorgen, studentenleere und fast ausgestorbene Goßlerstraße.

Die Ausflugsgruppe am Kiessee ist aufgrund ihrer Größe nicht zu verfehlen. Es sieht fast so aus, als sollte hier eine kleine Fahrrad-Demonstration stattfinden. Doch diese Zeiten seien mittlerweile weitgehend vorbei, so Kai Sturm, einer der beiden Tourleiter und Gründungsmitglied des ADFC-Kreisverbandes Göttingen.

In den ersten Jahren des Göttinger ADFC Anfang der neunziger Jahre habe es mit ausgeprägtem studentischem Hintergrund öfter Protestaktionen gegeben, so Sturm. Heute habe sich nicht nur bereits vieles für Radfahrer verbessert, das Spektrum der Mitglieder sei auch stärker gemischt.

Dass der ADFC ein bisschen mehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigt sich auch bei den Teilnehmern der Radtour nach Friedland. Rund 40 Menschen sind gekommen, die meisten im reiferen Alter. Nur wenige tragen spezielle Radfahrerkleidung, die meisten haben bequeme Freizeitsachen angezogen. Unter den Rädern finden sich kaum teure Renngeschosse, normale Touren- oder Trekkingräder dominieren. Das entspricht auch dem Charakter der Tour, die vom ADFC als „gemütlich“ eingestuft ist. Etwa 30 Kilometer sind in gemächlichem Tempo zurückzulegen. Viele Radler haben allerdings digitale Tachos an ihren Rädern.

Eine Mitgliedschaft im ADFC ist nicht Voraussetzung für die Teilnahme am Tourenprogramm des Vereins, das mittlerweile einen Schwerpunkt des ADFC bildet. Außerdem gibt es fast seit Anfang an auch die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt in der Güterbahnhofstraße, die donnerstags von 17.30 bis 20 Uhr allen Radlern Unterstützung bei Selbstreparaturen gibt. und Werkzeug zur Verfügung stellt. Daneben gibt es nach wie vor verkehrspolitische Arbeit.

Die Tour nach Friedland startet bei bewölktem und eher ein wenig kühlem Wetter. Die Tour wird von Regine Preuß und ihrem Lebensgefährten Sturm geleitet. Preuß fährt mit gelber Signalweste vorneweg, Sturm bildet den Schluss, mit den beiden Kindern Jesko und Tjorven im Anhänger. Die Familie hat kein Auto. Sie greift bei Bedarf aber auf das Grüne Auto Göttingen zurück.

An Niedernjesa vorbei und durch Obernjesa geht es Richtung Friedland, wo erst eine Führung im Grenzdurchgangslager und dann eine Rast am Heimkehrer-Denkmal auf dem Programm steht. Auf dem kurzen steilen Weg zum Mahnmal hinauf wird das Rad geschoben. Oben gibt es eine kleine Picknick-Pause. Auf dem Rückweg wird die Strecke leicht variiert, wobei es auch über einige rustikalere Schleichwege geht. Schließlich erreicht der kleiner gewordene Tross – einige Teilnehmer sind nach dem Erreichen Friedlands eigene Wege gefahren – nach fünf Stunden wieder den Kiessee.

                                                                                                                                  Von Jörn Barke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt