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Abschiebung abgebrochen

Flüchtling war auf Rollstuhl angewiesen Abschiebung abgebrochen

In Göttingen ist die Abschiebung eines frisch am Bein operierten und auf den Rollstuhl angewiesenen Flüchtlings abgebrochen worden. Der Mann habe entsprechende Arztberichte zur Hand gehabt, als Polizisten in der Nacht auf Mittwoch in seine Wohnung eindrangen, berichtete der Arbeitskreis Asyl.

Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen. In Göttingen ist die Abschiebung eines frisch am Bein operierten und auf den Rollstuhl angewiesenen Flüchtlings abgebrochen worden. Der Mann habe die entsprechenden Arztberichte zur Hand gehabt, als Polizisten in der Nacht auf Mittwoch in seine Wohnung eindrangen und ihn zum Packen seiner Sachen aufforderten, berichtete der Göttinger Arbeitskreis Asyl am Donnerstag. Die Beamten hätten die Befunde auch ernst genommen, nach einem Telefonat sei die Abschiebung gestoppt worden.

„Nachts so aus dem Schlaf gerissen zu werden, kommt einem Überfall und damit einer Retraumatisierung gleich“, sagte ein Sprecher des Arbeitskreises: „Das muss unbedingt aufhören.“ Als sogenannter „Dublin-Fall“ sei der Mann von einer neuerlichen Abschiebung bedroht. Geflüchtete würden „wie Stückgut hin- und hergeschoben, landen immer wieder in Haft oder obdachlos auf der Straße“, kritisierte die Initiative.

Von epd

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