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Abschied vom vertrauten Kilometerstein

„Stationszeichen“ statt Steine Abschied vom vertrauten Kilometerstein

Die vertrauten Kilometersteine in Niedersachsen werden bald der Vergangenheit angehören. Schritt für Schritt stellt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf das neue System der so genannten Stationszeichen um. Kleine weiße Tafeln, die im Abstand von 200 Metern in die vorhandenen Leitpfosten eingelassen sind, sollen künftig eine eindeutige Positionsbestimmung am Straßenrand ermöglichen, erklärt die Landesbehörde.

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Mittlerweile fast flächendeckend eingeführt: Stationszeichen statt Kilometersteine.

Quelle: Hinzmann

„An den 8000 Kilometer Landesstraßen ist das neue System bereits fast vollständig installiert“, berichtet Nikolaus Kemper, Dezernatsleiter für Fachinformationssysteme. An Bundesstraßen und Bundesautobahnen werde es in den kommenden Jahren nach und nach folgen. Ab 2010 werde damit begonnen, die dann nutzlosen Kilometersteine abzubauen. Im Jahr 2011 soll die 2007 begonnene Umstellung abgeschlossen sei, erklärt Jens-Thilo Schulze, Sprecher der Landesbehörde.
Nach Darstellung Kempers habe sich das bisherige System der Kilometersteine sich überholt und sei „oft nicht eindeutig“. Durch Verlegungen von Straßen oder den Bau von Ortsumgehungen habe sich das markierte Gefüge während der vergangenen Jahrzehnte verschoben. Kempers: „Straßenkilometer sind teilweise doppelt oder gar nicht vergeben, was das Auffinden eines bestimmten Ortes erschwert.“
Mit dem neuen, dann eindeutigem System könnten auch Positionsbestimmungen beispielsweise von Rettungs- und Hilfsdiensten und von Straßenwärtern der Meistereien erleichtert werden. Laut Kemper funktioniere das neue System „so exakt wie eine Hausnummer. Es teilt eine Straße in Abschnitte zwischen so genannten Netzknoten auf, also Kreuzungen oder Einmündungen. Die Abschnitte werden fortlaufend in Zehnerschritten nummeriert, also 10, 20, 30 und so weiter. Innerhalb jedes Abschnitts beginnt dann die Zählung der Kilometer wieder bei Null.“
Messungen einfacher
Mit dem neuen System müssten bei Änderungen, etwa wenn sich eine Straße durch den Bau einer Ortsumgehung verlängere, nur der betroffene Abschnitt neu vermessen und markiert werden, damit die Zählung wieder korrekt sei. Durch die gewählten Zehnerschritte sei es zudem möglich, Abschnitte zu teilen, wenn neue Straßen-Einmündungen hinzu kämen. Den Landkreisen und kreisfreien Städten als Baulastträger der Kreisstraßen sei empfohlen worden, das neue System ebenfalls zu übernehmen.
Die Umrüstung gibt es allerdings nicht zum Nulltarif: Nach Angaben von Behördensprecher Schulze kostet sie vier Millionen Euro. In dieser Summe seien allerdings nicht die Kosten für die Umrüstungsarbeit durch die Straßenmeistereien enthalten.

Von Matthias Heinzel

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